Dies & Das

Sexy in 10 Wochen? – Meine 2. Woche mit Body Change

Mittlerweile sind 2 Wochen vergangen seit ich mich beim 10 Weeks Body Change Programm von Detlef D! Soost angemeldet habe. Und damit wird es wieder Zeit für den obligatorischen Wochenrückblick.

Nach wie vor gefällt mir das Programm recht gut. Zumindest was den Aspekt der Ernährung anbelangt. Weniger gut gefällt mir dagegen die Community, die um das Ernährungskonzept aufgebaut worden ist. Dort tummeln sich extrem viele selbsterklärte Ernährungsnazis und nachdem ich den Erfahrungsbericht zu meiner ersten Woche mit Body Change veröffentlicht hatte, hat mir ein Großteil der BC-Community ordentlich eins auf die Mütze gegeben.

„Schau dir die an. Hat sich nur an 2 von 7 Tagen 100 % an die Vorgaben vom heiligen Detlef gehalten. So ne Looserin. Kein Wunder, dass die nur 1,1 kg abgenommen hat. So ein schlechtes Beispiel für ihre Leser“

Ich seh das ja eher nicht so eng und bin ziemlich erschrocken darüber, wie viele militante Anhänger der gute Detlef hat. Ich persönlich muss nicht Crash-Diäten-Like 4-5 Kilo in der ersten Woche runterbekommen. Mein Ego hält auch eine Abnahme von „nur“ 1 Kilo ganz prima aus. Ist ja sowieso auch viel gesünder (und nachhaltiger!).

Natürlich stimmt es, dass ich in der ersten Woche nur an 2 von 7 Tagen zu 100 % konform war. Aber mal ehrlich: So what? Ich habe 4 cm Taillenumfag verloren. VIER!!! Und wann ist es eigentlich die Regel geworden, dass mir jemand was von gesunder Ernährung predigt, der sich am Loadday 5 BigMacs und 8 Kugeln Eis reinpfeift?

Lange Rede kurzer Sinn, hier kommt noch mein „10wbc-Tagebuch“ von Woche 2


Tag 8: Sonntag – Disziplin ist alles

Weil ich Samstag bei einem Event eingeladen war und deshalb nicht zum Einkaufen gekommen bin, ist mein Kühlschrank heute früh ziemlich leer. Nicht einmal Eier habe ich noch da und ich bekomme kurz einen kleinen Panikanfall. Was soll ich nur zum Frühstück essen? Ich entscheide mich für weiße Bohnen, die ich mir gemeinsam mit stückigen Tomaten warm mache. Zwar wäre mir eine Dose Baked Beans lieber, aber da ist ja wieder Zucker in der Sauce. Also verboten. So esse ich meine Bohnen mit Tomatensauce und eine halbe Avocado. Dazu gibt es schwarzen Kaffee. Alles in allem ganz ok. Und Instagram feiert das Frühstück auch oO

Das Mittagessen fällt heute mal wieder aus, denn ich bin mit meiner Familie in der Stadt verabredet. Es ist verkaufsoffener Sonntag und wir wollen ein wenig bummeln (und den Wocheneinkauf von Samstag nachholen). An einem Imbissstand will ich mir eine rote Wurst holen (ohne Brötchen natürlich), aber am Ende landen wir in einem Straßencafe und versumpfen dort bis 17 Uhr. Leider gibt es dort rein gar nichts für mich zu Essen und somit begnüge ich mich mit schwarzem Kaffee, Wasser und einem knurrenden Magen.

Endlich wieder zu Hause, brate ich mir im Airfryer ein paar Frikadellen und dazu gibt es eine große Portion Erbsen mit Möhren. Pappsatt falle ich um 22:30 Uhr ins Bett und feier mich selbst ein wenig für diese abartige Sonntagsdisziplin. In your Face ihr Ernährungsnazis!

Tag 9: Montag – Fauler „Kaltstart in die Woche“

Den Montag starte ich mit einer abartigen Müdigkeit. Irgendwie werde ich so überhaupt nicht fit, stehe viel zu spät auf und mein geplantes Rühreifrühstück fällt daher ins Wasser. Auf dem Weg ins Büro gibt es daher nur ein hartgekochtes Ei, eine Hand voll Nüsse und den – mittlerweile schon olbigatorischen – schwarzen Kaffee.

Zum Mittagessen habe ich mir heute den Rest vom Sonntagsfrühstück mitgenommen. Weiße Bohnen in Tomatensauce. Gepimpt mit ein paar Ringen Lauchzwiebel eigentlich ziemlich lecker. Ein Liter grüner Tee rundet mein Mittagessen ab und langsam bin ich auch endlich wieder fit.

Für das Abendessen habe ich mir gefüllte Paprika vorgekocht. Das Ganze in – ihr ahnt es schon – Tomatensauce. Irgendwie verfolgt mich die heute. Aber gefüllten Paprika mag ich und ich esse bis ich so richtig schön satt bin. All in all ein toller Tag heute. In Your Face Part 2.

Tag 10: Dienstag – Reste, Reste, Reste…

Heute früh bin ich irgendwie wieder so müde. Obs an Body Change liegt? Keine Ahnung. Könnt auch einfach Frühjahrsmüdigkeit oder chronische Unlust sein. Zum Frühstück gibt es heute auf jeden Fall wieder mal schwarzen Kaffee (den mag ich mittlerweile echt total gerne), grünen Tee, dazu 2 hartgekochte Eier (is ja bald Ostern, gä?) und eine Viertel Salatgurke.

Das Mittagessen ist mir heute fast schon peinlich. Ich habe nämlich immer noch was von meinem weißen Bohnen in Tomatensauce vom Sonntagsfrühstück übrig. Die stopfen aber auch so abartig. Heute gibts also den allerletzten Rest Bohnen. Und die restlichen Erbsen und Möhren von Sonntag Abend. Die hab ich einfach direkt zu den Bohnen reingeworfen. Sagte ja, Reste werden mir in nächster Zeit wohl öfter begegnen. Sieht zwar abartig eklig aus, schmeckt aber und macht satt.

Abends will ich mit meinem Mann in unseren Schrebergarten. Bisschen Arbeiten. Beete umgraben für die kommende Pflanzsaison und so. Ich überlege schon, ob ich die Gartenarbeit als Sport anrechnen kann und danach einen Bananenmilchshake trinken kann. Sicherlich würd ich dafür aber wieder eins auf den Deckel bekommen. Außerdem fängt es an zu regnen und die Gartenarbeit ist damit sowieso vom Tisch. Statt dessen grille ich mir zu Hause ein paar Hähnchenspiesse mit Brokkoli und Paprika. Dieselben wie beim Grillen letzte Freitag. Dazu gibt es Tomatensalat. Ohne Mozzarella diesmal. Dafür gibt es zum Nachtisch noch eine kleine Handvoll Nüsse. Ha – In Your Face Klappe die Dritte!

Tag 11: Mittwoch – Tomaten auf den Augen???

Der Mittwoch startet unerwartet motiviert und fröhlich. Liegt wohl dran, dass es nicht mehr lange bis zum Wochenende ist. Oder daran, dass meine Jeans schon deutlich weniger kneift. Zum Frühstück habe ich mir auf jeden Fall wieder ein paar gefüllte Eier gemacht (Eigelb zerdrücken, mit Senf, Salz, Pfeffer und Avocadoöl mischen und in die gekochten Eiweißhälften füllen). Der Kaffee fällt aus, denn unsere Bohnen sind alle. Das hole ich im Büro nach.

Für das Mittagessen habe ich mir heute den restlichen gefüllten Paprika von vorgestern mitgenommen (ich sags ja – Reste, Reste, Reste) und zum Abendessen gibt es die übrige Tomatensauce vom gefüllten Paprika – vermischt mit einer Dose Tunfisch. Und ein kleines Glas Weißweinschorle. Und einen Tomatensalat mit Basilikum und Balsamico-Dressing. Ich muss schon sagen, diese Woche ist ziemlich tomatenlastig. Aber durchaus nicht unlecker.

Ansonsten ist heute nichts Spannendes passiert. Ich war durch und durch konform (ernsthaft, das Wort kann ich jetzt schon nicht mehr hören^^) und somit kommt heute ein viertes: In Your Face!

Tag 12: Donnerstag – Ich kann sitzen, ohne dass die Hose kneift!

Heute ist kleiner Freitag und der Loadday rückt in greifbare Nähe. Ich freue mich schon enorm darauf und kann es kaum mehr erwarten. Nicht aber, weil ich so unbändigte Lust auf Brot, Süßigkeiten und Co habe, sondern weil ich mich abartig auf frisches Obst freue. Und Joghurt. Und Quark. Ich glaube ja mittlerweile, dass das insgeheim das Geheimnis von BodyChange ist. Man freut sich so sehr auf Obst und Milchprodukte, dass man die wirklich ungesunden Dickmacher einfach vergisst.

Heute früh gibt es bei mir auf jeden Fall mal wieder schwarzen Kaffee. Und ein Osterei. Und Gurkenscheiben. Und Avocado. Mittlerweile bin ich ganz gut daran gewöhnt und Müsli, Milch, Brot & Co fehlt mir kein bisschen. In der Mittagspause gibt es *räusper* den Rest Tunfisch in Tomatensauce vom Vorabend. Jetzt sollte aber langsam echt mal  gut sein mit den Tomatensaucenresten. Zum Abendessen „brate“ ich mir eine Hähnchenbrust im Airfryer und mache eine asiatische Gemüsepfanne dazu. Wieder mal mit Erdnusssauce. Da kann man halt auch echt nix falsch machen.

All in All wieder ein unspektakulärer Tag. Bis auf die Erkenntnis, dass die Hose beim Sitzen tatsächlich schon nicht mehr richtig schlimm kneift. Ja und weil ich heute wieder keinen Ausrutscher hatte, gibts das fünfte „In your Face“!

Tag 13: Freitag – Loadday ich hör dir trapsen

Hoch die Hände – Wochenende. Nur noch wenige Stunden trennen mich von einem Super-Sonnen-Frühlings-Wochenende und meine Laune ist phänomenal. Zum Frühstück gibt es heute schwarzen Kaffee und sonst nix. Ich habe irgendwie so gar keinen Hunger. Mittags gibt es wieder Avocado, Gurkenscheiben und zwei Osterreier. Ich glaube diese Kombi wird zu meiner absoluten Notfallmahlzeit. Ist aber auch perfekt, wenn man keine Lust hat, lange was vorzubereiten. Zum Nachtisch stibitze ich mir ein Colaflässchen aus der Haribo-Box im Büro.

Beim Abendessen wage ich mich an eine ungewöhnliche Kombi. Es gibt Hotdogs. Allerdings ohne Brötchen. Dazu mache ich mir zwei Bockwürstchen warm und garniere die mit den üblichen Hotdog Zutaten: Röstzwiebeln, Essiggürkchen, Senf, Mayo und ein wenig Ketchup. Schmeckt wirklich lecker und das Brötchen fehlt kaum.

Abends feiern wir noch den Geburtstag einer lieben Freundin. Angestoßen wird mit Weißweinschorle und da ich die ganze Woche über so im Plan geblieben bin, habe ich hier auch kein schlechtes Gewissen. Kurz vor Mitternacht geht es noch zu McDonalds und weil der Loadday nur noch wenige Minuten entfernt ist, gönne ich mir noch einen Cheeseburger. Ich bin fest überzeugt, dass meine Fettpölsterchen keinen Kalender haben und somit gar nicht wissen, dass noch kein Loadday ist.

Heute übrigens kein „In your Face“. Wegen dem Colaflässchen, dem Ketchup und den Röstzwiebeln. Mal schauen, wer mich diesmal dafür köpfen möchte.

Tag 14: Samstag – Kotzend in Richtung Loadday

Der zweite Loadday startet katastrophal. Kurz vor 6 Uhr morgens wache ich mit einem fürchterlichen Magengrummeln auf. Mir ist todesschlecht, ich habe Magenschmerzen und der Cheeseburger der Nacht zuvor will scheinbar unbedingt wieder raus. Mit müh und not schaffe ich es noch zur Toilette und schon bin ich den Cheeseburger wieder los. Schön, dann geht mein zweiter Loadday also mit einem akuten Brechanfall los. Kann nur besser werden.

Den restlichen Tag verbringe ich bei meiner Schwiegermutter. Renovieren ist angesagt. Während mein Mann und mein Schwager im Esszimmer eine neue Decke anbringen, streichen meine Schwägerin und ich das Wohnzimmer. Insgesamt arbeiten wir rund 12 Stunden und zwischendrin versorgt uns meine Schwiegermutter mit Kuchen, Pizza und jede Menge Spezi. Vor lauter Arbeiten habe ich aber nicht wirklich hunger und esse und trinke auch gar nicht wirklich viel.

Abends auf dem Sofa wollen mein Mann und ich noch einen Film schauen. Voller Vorfreude packe ich meine Haribos aus und nehme mir fest vor, mir auch noch endlich den lang ersehnten Bananenmilchshake zu mixen. Letztendlich wird daraus aber nix, denn ich schlafe nach wenigen Minuten fix und fertig ein. Wieder mal ein Loadday, den ich so gar nicht genießen konnte.

Mein Fazit zu Woche 2:

Heute starre ich irgendwie ein wenig ungläubig aufs Datum und kann es kaum glauben, dass ich jetzt schon 2 Wochen bei BodyChange dabei bin. Ich empfinde die Ernährung nach BC in meinem Alltag kaum mehr als Einschränkung und fühle mich pudelwohl. Diese Woche bin ich weitestgehend im Programm geblieben und hatte sehr wenige Ausrutscher. Das oligatorische Wiegen und Messen gibt mir nochmal einen extra Schub gute Laune und Durchhaltevermögen:

  • Gewicht:   heute – 1,1 Kilo  || Insgesamt – 2,2 Kilo
  • Taille:       heute – 2 cm       || Insgesamt – 6 cm
  • Hüfte:       heute – 1 cm       || Insgesamt – 1 cm
  • Schenkel: heute – 0 cm       || Insgesamt – 1 cm jeweils

Bevor ich mich jetzt in die dritte Woche stürze und hoffentlich an die Erfolge der letzten beiden Woche anknüpfe, möchte ich aber noch kurz was los werden: Wenn du grad selbst dabei bist abzunehmen, oder mit dem Gedanken spielst, damit anzufangen, dann mach dich bitte um Gottes Willen nicht verrückt. Wenn du zu viele Kilos auf den Rippen hast, dann sollte dir immer klar sein, dass diese nicht innerhalb von ein paar Tagen plötzlich da waren. Und genauso wenig werden sie innerhalb von ein paar Tagen plötzlich wieder weg sein. Abnehmen braucht Zeit. Und eine Ernährungsumstellung sowieso. Und du wirst niemals ein verlorenes Kilo sofort wieder zunehmen, nur weil du mal einen Eßlöffel Kräuterquark zum Steak gegessen hast oder ein kleines Stückchen Mozzarella im Salat hattest.

So und jetzt liebe Ernährungsnazis: Feuer frei!

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