Sexy in 10 Wochen? – Meine 3. Woche mit Body Change

Die dritte Woche BodyChange liegt hinter mir und die heutige Zusammenfassung schreibe ich mit gemischten Gefühlen. Die Reaktionen auf die letzte Zusammenfassung waren teilweise echt hart. Trotzdem stehe ich nach wie vor hinter allem, was ich letzte Woche gesagt habe. Und weil so munter kritisiert wurde, dass ich nicht richtig zitiert hätte (ich böse ich – wie komm ich eigentlich dazu, viele verschiedene Aussagen sarkastisch zusammen zu fassen?), mach ich das heute also mal richtig:

Kathy W. meint:

  • „Jeder muss seinen eigenen Weg finden, aber BC ist das nicht was du machst“  

Sandra D. sagt:

  • Berichten ist objektiv. Du verteilst deine sehr verurteilende subjektive Meinung. Das ist ein großer Unterschied!“

Brigitte P. gibt folgenden Senf dazu:

  • Ich finde es nicht witzig als ernährungsnazi bezeichnet zu werden. Das finde ich einfach unterste Schublade. Außerdem schreibst du das du nur selten unkonform gegessen hast, ist ja richtig aber insgesamt isst du sehr wenig und unregelmäßig dazu machst du wohl keinen Sport. Das stimmt halt auch nicht mit dem Program über ein.“

Soso – Ich habe zu wenige Mahlzeiten (hieß es nicht 3-4???) mit zu lange Abständen dazwischen (äh ja – morgens, mittags, abends halt oO) mache außerdem kein Sport (sagt der heilige D! nicht irgendwas von Sport erst ab Woche 3?) und verbreite dann auch noch diese fürchterlich verurteilende subjektive Meinung. Ich bin aber auch ein schlechter Mensch. Wie gut, dass alle anderen vor Perfektion nur so funkeln. Ich frag mich langsam, ob diese perfekten BodyChange-Schäfchen als Dankeschön einen Gutschein von Herrn D! bekommen, um noch viel mehr überteuerten BC-Produkte im Shop einkaufen zu können.

Übrigens stehe ich auch nach wie vor immer noch felsenfest hinter meiner „Ernährungsnazi“-Bezeichnung. Wer schon fast wie einer Sekte einer bestimmten Person folgt und alle anderen nieder macht, die sich nicht zu 100 % an das Konzept halten, steckt sich ja fast schon selbst in diese Schublade. Und mal so nebenbei deute ich niemals mit erhobenem Zeigefinger auf irgendjemanden direkt. Es bleibt jedem einzelnen völlig frei, ob er sich von diesem Wort angesprochen fühlt oder nicht. Falls du dazu gehörst: Sorry – lies hier einfach besser nicht mehr weiter 😉

Und nu kommt wieder meine Zusammenfassung der Woche:


Tag 15: Sonntag – Loadday klappe die Zweite

Heute früh wache ich auf und habe einen höllischen Muskelkater von der gestrigen Renovierungsaktion bei meiner Schwiegermutter. Und ich ärgere mich. Sehr. Zum einen, weil ich den Loadday gestern vor lauter Arbeiten gar nicht wirklich genießen konnte. Zum anderen, weil ich dieses Wochenende für den Blog noch 2 Rezepte kochen/backen muss, die so gar nicht zum BodyChange Konzept passen. Eigentlich wollte ich die  am Loadday (also Samstag) machen. Aber der ging ja komplett fürs Renovieren drauf.

Während ich also so im Bett lümmle und mir die ersten Sonnenstrahlen auf die Nase scheinen lassen, beschließe ich daher, heute einfach mal einen zweiten Loadday einzulegen (hier dürft ihr euch übrigens gerne akustisch das aufgeregte Stöhnen der treuen Detlef-Anhänger vorstellen).

Zum Frühstück starte ich direkt mit einem Laugenbrötchen. Mit dick Butter und dick Honig drauf. Dazu gibts ein Glas Orangensaft. Hmmm schmeckt das herrlich. Mittags sind dann meine beiden Rezepte für den Blog dran: Spinat-Pancakes mit Bärlauch-Pesto und Rhabarber-Muffins. Lecker!! Den Nachmittag verbringe ich mit Freunden im Café und genieße die Frühlingssonne bei Prosecco-Schorle mit Maracujasaft und frischen Beeren. Abends werfe ich mir noch ein paar Cevapcici auf den Grill und gönne mir vor dem Fernseher noch einen Bananen-Milchshake. Zufrieden, satt und happy falle ich schließich ins Bett. Schlechtes Gewissen – Fehlanzeige. Mir gehts super.

Tag 16: Montag – Start in die kurze Osterwoche

Ostern steht vor der Tür und ich starte diese Woche direkt gut gelaunt. Bei der Aussicht auf 2 kurze Arbeitswochen in Folge geht das auch nicht anders. Außerdem scheint die Sonne und das Wetter ist weit weniger blöd, als es die iPhone App vorhergesagt hat.

Nach meinem 2-Tage-Loadday-Wochenende bin ich heute wieder richtig motiviert streng body zu changen. Schwarzer Kaffee macht mal wieder den Anfang, gefolgt von den olbigatorischen 2 hartgekochten Eiern, die zwischenzeitlich mein Schnell-Schnell-Frühstück geworden sind. In der Mittagspause gibt es 500 g frischen Blattspinat mit selbstgemachtem Bärlauchpesto. Nach dem Kochen fällt die monströs große Menge Spinat auf gerade mal noch eine Mason Jar Füllung zusammen. Macht aber trotzdem pappsatt und ich schaffe nicht einmal die komplette Portion.

Zum Abendessen gibt es den restlichen Spinat mit zwei Spiegeleiern. Genial – das hatte ich schon Ewigkeiten nicht mehr und ich fühle mich fast wieder wie ein kleines Kind. Leider hält die Mahlzeit irgendwie nicht so lange und gegen 20 Uhr bekomme ich vor dem Fernseher nochmal etwas Hunger. Bevor ich knatschig werde, esse ich noch ein paar Essiggürkchen und ein Osterei.

Tag 17: Dienstag – Alles safe!

Da am Freitag Feiertag ist, haben wir heute schon die Mitte der Arbeitswoche. Juhuuu. In den Tag starte ich beschwingt mit schwarzem Kaffee, Gurken- und Paprikasticks, sowie zwei halben gefüllten Eiern. Daran könnt ich mich mittlerweile ja zu Tode essen. Sicherlich wäre Detlef stolz auf mich – so angesichts meines Eier- und Senfverbrauchs. Sind ja beides Booster, die meine Abnahme in ungeahnte Höhen katapultieren sollen.

Zum Mittagessen gibt es heute mal was Neues: Tunfischsalat mit Gurken, Paprika und Avocado. Dazu ein Dressing aus Avocadoöl und Balsamico. Selbstverständlich habe ich die Konformität des Balsamicos vorher abgecheckt habe. Keine Sorge – alles safe!

Abends wünscht sich der Göttergatte schließlich panierte Schnitzel mit Pommes. Moaaah da läuft mir ja das Wasser im Mund zusammen. Ist aber ja kein Loadday und weil ich Angst habe, dass ein wütender Mob mit brennenden Fackeln vor meinem Haus auftaucht, mache ich mir eine Schnitzel-Bärlauch-Roulade mit Paprika-Kidneybohnen-Gemüse und Gurkensalat. Ich bin begeistert und auf das panierte Schnitzel meines Mannes nur noch ganz minimal neidisch.

Tag 18: Mittwoch – Die böse Frau hat das Frühstück ausgelassen!

Heute stehe ich mal wieder viel zu spät auf und stelle mit Entsetzen fest, dass wir keine hartgekochten Eier mehr im Haus haben. Das Frühstück fällt also erstmal flach und schwarzer Kaffee muss auf dem Weg ins Büro reichen. Eigentlich habe ich geplant, mir später bei Rewe noch was zum frühstücken zu besorgen, aber da ich nicht wirklich Hunger habe und außerdem der Meinung bin, dass man ruhig auch mal auf seinen Körper hören sollte, lasse ich das Frühstück heute komplett unter den Tisch fallen.

Ich höre schon wieder die ersten Buh-Ruhfe, aber das ist mir ehrlich gesagt Schnuppe. So langsam kann ich BodyChange nämlich sowieso nicht mehr ernst nehmen. In der Facebook-Gruppe läuft seit gestern die Diskussion, warum die Teilnehmer des Shake-Programms morgens Milch und Obst in den Shake reinmachen dürfen, während für Teilnehmer des Classic Programms Milch und Obst allerhöchstens nach dem Sport oder am Loadday erlaubt ist. Eine adäquate Antwort auf das Dilemma hat niemand so wirklich. Nicht einmal der Support von BodyChange. Und die ersten Teilnehmer rebellieren bereits und kündigen an, aus Trotz künftig Joghurt mit Obst zum Frühstück zu genießen. Vielleicht probier ich das nächste Woche auch mal aus.

Für das Mittagessen habe ich mir auf jeden Fall die Reste meines Paprika-Kidneybohnen-Gemüse mitgenommen und weil das nicht mehr so viel ist, gibt es danach noch eine Hand voll Nüsse. Zum Abendessen koche ich eine Linsensuppe, aber weil mir das zu lange dauert, esse ich noch bevor sie fertig ist einen Tomatensalat, Gurkensalat und ein Bockwürstchen mit Senf. Dann gibts die Linsen halt morgen zu Mittag.

Tag 19: Donnerstag – Green Day & Hipster-Mash

Nur noch wenige Stunden trennen mich von langem 4-Tage-Osterwochenende und ich bin schon sehr gespannt, wie das Ganze mit dem Essen über Ostern so klappt. Kann ja keine 4 Tage Loadday machen – sonst steht am Ende tatsächlich noch der wütende Mob mit Mistgabeln vor meiner Tür.

Zum Frühstück gibt es heute zur Abwechslung mal keinen schwarzen Kaffee sondern grünen Tee. Ich habe nämlich den Grüntee Jasmin von Rewe für mich entdeckt und könnte mich daran echt zu tode trinken. Zum Tee gibt es – um der Farbe treu zu bleiben – Gurkenstiks und eine halbe Avocado mit Salz und Pfeffer. Mittags esse ich endlich die (grün-graue) Linsensuppe, die ich mir gestern Abend schon gemacht habe. Lecker mit Würstchen drin. Damit kann man bei Schwaben ja nie was falsch machen.

Abends will ich eigentlich mit Freunden in den Biergarten gehen, aber leider ist das Wetter so mies, dass das sprichwörtlich ins Wasser fällt. Insgeheim bin ich ja ein klitzekleines bisschen froh darüber. So komme ich schon nicht in Versuchung irgendwas zu essen oder zu trinken, was nicht (Achtung das böse Wort kommt) konform ist. So mache ich es mir mit meinem Mann auf dem Sofa gemütlich und zum Abendessen gibt es Hähnchenbrust. Mit hippem Romanesco-Mash in zartem hellgrün. Und mit „Holiday“ von Green Day im Ohr, schließe ich diesen grünen Tag ab und starte ins lange Feiertagswochenende.

Tag 20: (Kar)Freitag – Die Böse gönnt sich Pizza am Nicht-Load-Day

Heute steht bei uns das dritte Renovierungswochenende bei meiner Schwiegermutter an. Nachdem wir schon die Decke im Esszimmer runtergerissen und eine neue drauf gemacht, sowie das Wohnzimmer und Küche gestrichen haben, ist heute das Tapezieren des Esszimmers und das letztmalige Verspachteln der Decke dran. Wir ackern den ganzen Tag wie die Wilden und das Essen wird dabei schnell zur Nebensache. Am Abend beschließen wir daher, zum Italiener zu gehen. Ich überlege hin oder her, ob ich nur einen Salat nehmen soll, aber vom renovieren habe ich Kohldampf ohne Ende und so bestelle ich doch eine Pizza. Hmmm schmeckt die herrlich.

Ansonsten ist heute nicht viel passiert. Ich bin gespannt, wie sich die Pizza auf das morgendliche Wiegen auswirkt.

Tag 21:  Samstag – Ein Loadday, der nicht so ganz ein Loadday ist

Heute ist Loadday und gleichzeitig Wiegetag. Gespannt steige ich auf die Waage und sehe im Vergleich zur Vorwoche 1 Kilo mehr. Manch einen der treuen Detlef-Anhänger würde das jetzt vielleicht in eine mittelschwere Lebenskriese stürzen, aber mir macht das nicht viel aus. Im Gegenteil, ich habe damit schon gerechnet. Der Umfang, besonders an der Taille, ist aber erfreulicherweise trotzdem um ein paar weitere Zentimeter geschrumpft und damit bestätigt sich für mich wieder, dass das Gewicht auf der Waage absolut nebensächlich ist. Meine Kleider sitzen lockerer und das ist die Hauptsache. Was ist schon die Zahl auf der Waage?

Vom Essen her ist der heutige Loadday gar nicht so „loadig“ wie er hätte sein können. Die Hälfte des Tages renovieren wir bei meiner Schwiegermutter weiter. Zum Frühstück gibt es dort schwarzen Kaffee und Weißwürste. Ich esse nicht einmal eine Brezel dazu. Nur etwas süßen Senf. Nachmittags / Abends grillen wir mit Freunden. Es gibt Steak, Hühnchen, Garnelen und gebeizten Lachs. Dazu Salat. Brot esse ich nur eine einzige Scheibe und die Grillsaucen brauche ich irgendwie auch nicht.

Mein Fazit zu Woche 3

Auch auf die Gefahr hin, dass mich die treuen Detlef-Anhänger jetzt endgültig steinigen: Nach Woche 3 geht mir BodyChange richtig auf den Sack. Und das nicht einmal wegen der Ernährung. Das Konzept der SlowCarbs gefällt mir noch immer sehr gut und nach wie vor habe ich relativ wenig Probleme, auf Obst und Milchprodukte zu verzichten. Was mir so richtig gegen den Strich geht, ist die penetrante Werbung.

Ja richtig gehört, die Werbung nervt. Und zwar tierisch. Einmal die Woche kommt eine E-Mail, die ankündigt, dass die Infos zur neuen Woche online sind. Danke auch – da wäre ich ohne extra E-Mail ja auch niemals drauf gekommen. Alle anderen Nachrichten – sowohl per Mail, als auch die Nachrichten über den Whatsapp-Newsletter sind nichts anderes als nervtötende Werbung. „Sicher dir dein Geschenk“, „Jetzt Rabatt auf Produkt XY im Shop„, „Letzte Chance – du hast deinen Rabatt-Code noch nicht eingelöst„.

Ganz im Ernst, für die 80 Tacken, die ich für das 10-Wochen-Programm hingeblättert habe, hab ich dann doch ein wenig mehr erwartet. Bei BodyChange gibt es keine App, keine richtige Community (außer ein paar Facebook-Gruppen, in denen es schlimmer zu geht als bei den Weight Watchern) und man wird mit nerviger Werbung regelrecht überschüttet. Ne, also so macht das echt nicht wirklich Spaß.

Nichts desto trotz, hier noch meine Werte aus Woche 3

  • Gewicht:   heute +1 Kilo       || Insgesamt – 1,1 Kilo
  • Taille:       heute – 3 cm       || Insgesamt – 9 cm
  • Hüfte:       heute – 0 cm       || Insgesamt – 0 cm
  • Schenkel: heute – 1 cm       || Insgesamt – 2 cm jeweils
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2 comments

  1. Man kann doch eine Ernährungsweise kennenlernen und zu seinem Alltag anpassen. Klar wenn man Dinge konsequent lebt, bekommt man schneller Erfolg. Aber ganz ehrlich sowas 100% immer durchziehen ist nicht lebbar. Dann hat man Erfolg aber keine Lebensfreude oder mal Genuss. Das musste ich auch mit Paleo feststellen. Als ich das 100% 1 Monat gemacht hab, ging es mir super. Aber durchhalten und leben ist sehr schwierig. Dann lieber n Mittelweg, der auch gesund und lebbar ist. LG sehen wir uns in Stuggi?

    1. Hey meine Liebe, da hast du vollkommen recht. Eine so krass einschränkende Ernährung dauerhaft 100 % durchzuziehen macht irgendwie keinen richtigen Spaß. War übrigens schön, dich / euch in Stuttgart zu sehen <3

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