Dies & Das

Sexy in 10 Wochen? – Meine 4. Woche mit Body Change

Mit dem heutigen Post habe ich tatsächlich schon einen Monat BodyChange hinter mir. An der Wirksamkeit des Programms zweifle ich längst nicht mehr, denn ich sehe (und spüre) an meiner Jeans ganz deutlich, dass es funktioniert. Woran ich mittlerweile allerdings stark zweifle, ist die 100 %ige Umsetzbarkeit des Programms in meinem Alltag.

Foodbloggen vs. Abnehmen

Versteht mich nicht falsch, unter der Woche macht mir das Einhalten der „Regeln“ so gut wie keine Probleme. Was mir „zu schaffen“ macht, sind die Wochenenden. Als Blogger, speziell als Foodblogger, bin ich gerade an den Wochenenden sehr eingespannt und viel unterwegs. Ich produziere an den Wochenenden die Rezepte für meinen Blog, ich besuche Events, Workshops, Messen und bin auch in dem ein oder andereren Restaurant unterwegs. Hier kann und will ich micht nicht auf BodyChange beschränken, denn ich hatte nie vor, dass dieser Blog ab sofort nur noch auf BodyChange ausgerichtet ist. Und das würde zwangsläufig so passieren.

Ganz oder gar nicht?

Jetzt mag so manch einer wieder motzen und sagen, dass BodyChange eine Ernährungsumstellung ist, die man entweder ganz oder gar nicht durchziehen sollte. Grundsätzlich ist dieser Ansatz ja auch nicht verkehrt, aber mir persönlich ist dieses „ganz oder gar nicht“-Konzept ziemlich zuwider. Ich finde nämlich durchaus nichts schlimmes daran, ein funktionierendes Konzept individuell an das persönliche Leben anzupassen.

Früher vs. heute

Und jetzt mal Butter bei die Fische: Bevor ich mit BodyChange angefangen habe, habe ich mir 5 x die Woche Frühstück beim Bäcker geholt. Im Büro trank ich über den Tag verteilt mehrere Tassen Latte Macchiato und zum Mittagessen gab es Sandwiches. Meist die Fertigvariante aus dem Supermarkt. Zwischendurch snackte ich Kekse oder Fruchtgummi. Und abends zu Hause gab es dann Nudeln, Fleisch mit Kartoffeln oder Asiagerichte mit Reis. Kurz gesagt: Mein Essen bestand zu 90 % aus ungesunden Kohlenhydraten. In den 4 Wochen, die mich BodyChange jetzt schon begleitet, hat sich das drastisch gewandelt. Ich ernähre mich 80-90 % meiner Zeit nach dem BodyChange Konzept und ich finde, dass das schon eine enorme Ernährungsumstellung ist. Vor allem ist es eine Umstellung die mir sehr gut tut und mit der ich mich sehr wohlfühle. Und darauf kommt es am Ende doch auch an!

So und hier meine Woche 4 im Detail:


Tag 22: Ostersonntag + Tag 23: Ostermontag

Die beiden Osterfeiertage fasse ich heute einfach mal zusammen, denn es gibt von beiden Tagen nicht sonderlich viel zu berichten. Nach dem Renovierungsmarathon bei meiner Schwiegermutter schreit meine Seele nach Erholung und so gammle ich sowohl am Sonntag, als auch am Montag größtenteils einfach nur auf dem Sofa rum. Nur unterbrochen von einem kurzen Osterhasenbesuch bei meinem Neffen.

Body Change konform ist an diesem Wochenende so überhaupt gar nichts. Ich esse Kuchen und Dönerteller mit Feta und Schokoosterhasen. Alles in allem fühle ich mich ziemlich wohl damit. Ein klein bisschen schlechtes Gewissen habe ich aber trotzdem.

Tag 23: Dienstag – Schluss mit den Versuchungen?

Auf den heutigen Tag freue ich mich, denn ich bin fest überzeugt, dass ab heute alles wieder nach den Regeln von BC läuft. Als ich ins Büro komme, macht sich allerdings schnell Ernüchterung breit. Heute ist großes Verlags-Osterfrühstück. Hatte ich komplett vergessen. Die Kolleginnen haben sich zu allem Überfluss mal wieder selbst übertroffen und das Buffet quillt vor Leckereien nur so über. Allerdings halt nix, was bei BC erlaubt wäre. Es gibt Brioche und Baguette und Laugenbrötchen und Brezeln. Dazu Käse, Joghurt, Quark, Marmelade, Obstsalat. Ich bin den Tränen nahe und frage mich, wer sich den Scheiss bei BC eigentlich ausgedacht hat. Da war ja Weight Watchers noch besser mit dem Leben zu vereinbaren.

„Gut, dann halt nochmal unkonform“ sage ich mir und schnappe mir ein kleines Stück Brioche, etwas Schinken und Fleischsalat. Gesund ist irgendwie auch anders. Nächstes Mal melde ich mich freiwillig zur Frühstücksplanung. Dann kann ich wenigstens ein bisschen mitbestimmen.

Das Mittagessen lasse ich vor lauter schlechtem Gewissen direkt mal ausfallen und zum Abendessen gibt es die BodyChange Linsennudeln mit Tomatensauce. Wirklich lecker ist auch anders. Die Nudeln sind nur mit Unmengen Sauce genießbar. Garantiert hole ich mir die nicht nochmal. Scheiss Tag. Scheiss BC. Alles doof.

Tag 24: Mittwoch – Alles auf Anfang

Heute lauert keine Versuchung auf mich und ich bin hochmotiviert endlich wieder einen Tag ohne verbotene Lebensmittel hinzulegen. Zum Frühstück gibt es eine große Fleischtomate mit Salz und Pfeffer. Dazu schwarzen Kaffee. Fürs Mittagessen habe ich Lauchgemüse mit Hackbällchen dabei und danach gibt es noch ein Osterei.

Abends will ich mir eigentlich die restlichen Nudeln mit Tomatensauce von gestern aufwärmen. Leider sind die Linsennudeln aber noch matschiger und ekliger als gestern. Ich kriegs echt nicht runter und kippe die Nudeln schweren Herzens in die Biotonne. Weil ich sonst nix anderes mehr da habe (ausser normalen Nudeln und Kartoffeln), bleibt die Küche an diesem Abend für mich kalt und es gibt ein paar gefüllte Eier, einen Tomatensalat und hinterher noch Joghurt mit Rhabarber. Und bevor jetzt wieder jemand wegen dem Joghurt und dem Rhabarber Schnappatmung bekommt: Natürlich habe ich vorher mein Sportprogramm durchgezogen und darf das!

Funfact zum heutigen Tag: Das Team von BodyChange hat Rhabarber jetzt als „konform“ freigegeben. Bislang stand das auf der Liste der verbotenen Lebensmittel. Wegen der enthaltenen Stärke. Scheinbar haben sie jetzt aber rausgefunden, dass Rhabarber super für die Fettverbrennung ist. Und deshalb ist es jetzt erlaubt. BC ist manchmal schon strange.

Tag 25: Donnerstag – Unspektakulär bis Langweilig

Der heutige Tag ist unspektakulär bis langweilig. Zum Frühstück gibt es schwarzen Kaffee, gefüllte Eier mit Lauchzwiebeln und eine große Kanne grüner Tee. Für die Mittagspause hatte ich mir eigentlich einen Salat aus Tomate, Gurke und Avocado gemacht. Dumm, dass ich den prompt zu Hause hab stehen lassen. Im Büro finde ich zum Glück noch 2 Ostereier und so gibt es zum Mittagessen eben nochmal Eier. Dieses mal mit Remoulade. Und als Nachtisch eine Hand voll Nüsse.

Abends verputze ich den Salat, der eigentlich für Mittags vorgesehen war. Und weil Freitag ein echt langer Tag wird, gehe ich schon früh ins Bett und das war dann auch schon der Donnerstag.

Tag 26: Freitag | Tag 27: Samstag – Happy Loadday-Weekend

Dieses Wochenende wird anstrengend, denn ich bin Freitagabend und Samstag auf der Messe SlowFood unterwegs. Freitagabend findet ein Event zum Thema Lamm von AEG statt und am Samstag ist vormittags das Bloggertreffen der Messe Stuttgart. Dazwischen komme ich zu allem Überfluss nicht einmal nach Hause, sondern nächtige im Hotel. Mit BodyChange will ich es an diesen beiden Tagen nicht so genau nehmen. Schließlich sollte ich das Essen sowohl auf dem Event, als auch auf der Messe selbst, ansatzweise bewerten können. Und dazu muss ich es auch probieren. Zum Glück ist  Samstag ja sowieso mein Loadday und das sollte nicht so tragisch sein..

Das AEG-Event am Freitagabend wird  weniger schlimm als erwartet. Zur Begrüssung gibt es ein Glas Sekt, sowie eine Pastete aus (ich schätze mal) Leber und dazu Linsengemüse. Danach stellen wir selber Lammwürstchen her, die wir anschließend natürlich probieren. Dazu gibt es verschiedenen Pürres. Das erste aus Kartoffeln, das zweite aus Kichererbsen und das dritte aus Erbsen. Zur Hauptspeise gibt es Lamm aus dem Schnellkochtopf und als Dessert bekommen wir ein Milcheis mit allerlei Dekogedöns drum herum. Dazu trinken wir etwas Traubensaftschorle und Weißwein.

Samstag bin ich schon früh auf der Messe und weil Loadday ist, gönne ich mir im Pressezentrum erst einmal einen Cappucchino. Danach geht es ein wenig durch die Hallen und anschließend aufs Bloggertreffen. Dort bekommen wir die Gelegenheit, uns mit einigen Ausstellern zu unterhalten und dürfen auch das ein oder andere probieren. Gegen Mittag mache ich mich erschöpft auf den Weg nach Hause und stärke mich im Zug mit einem weiteren Cappucchino und einer Apfeltasche. Zum Abendessen gibt es zu Hause schließlich eine Fertigpizza. Zu mehr bin ich definitiv nicht mehr in der Lage.

Mein Fazit zu Woche 4:

Heute gibt es kein langes Fazit. Nur eine Erkenntnis, die ich für mich persönlich in dieser Woche gewonnen habe: Ich muss das Gewicht, welches ich mir über Monate angefuttert habe, nicht innerhalb von 10 Wochen verlieren. Selbst wenn ich am Ende 20 Wochen oder noch mehr brauche, ist es völlig ok. Es ist nämlich MEIN Leben. Und wie ich BC für mich persönlich umsetze, ist ganz alleine meine Sache. Das hat niemand zu bewerten und auch niemand zu kritisieren. Und genau aus dem Grund habe ich für mich entschieden, aus der fürchterlich hetzerischen BodyCange Facebook-Gruppe auszutreten. Diesen Stress muss ich mir nicht geben.

Tja und die Gesamtwerte aus Woche 4 geben mir hier auch irgendwie recht 🙂

  • Gewicht:   heute – 1,7 Kilo   || Insgesamt – 2,8 Kilo
  • Taille:       heute – 0 cm       || Insgesamt – 9 cm
  • Hüfte:       heute – 2 cm       || Insgesamt – 2 cm
  • Schenkel: heute – 0 cm       || Insgesamt – 2 cm jeweils

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