Bisquitrolle mit frischen Sommerbeeren

Viele Menschen träumen von einem Schrebergarten. Ich habe einen. Besser gesagt, mein Mann und ich haben einen. Und ja, so ein Schrebergarten ist tatsächlich ein Traum. Auch wenn es bedeutet, dass ich einen Großteil meiner Zeit damit verbringe, im Dreck zu wühlen und Unkraut zu jäten. Also wenn ich nicht gerade blogge. Oder koche. Oder Rezeptbilder shoote.

So stressig es manchmal auch ist, Job, Blog, Familie, Freunde, Haushalt und den Garten unter einen Hut zu bekommen, so wunderbar ist es, wenn man am Ende die Früchte seiner harten Arbeit ernten kann. Und beim Schrebergarten darf man das ja sogar wörtlich nehmen.

In diesem Jahr habe ich mir zum ersten Mal einen großen Nutzbereich im Garten angelegt. Muss man in der Schrebergartenanlage sogar. Sonst wird der Vorstand sauer oder so. Und weil ich ja ein guter Schrebergartenbesiter bin, wohnt bei mir jetzt neben Zucchini, Blumenkohl, Paprika, Gurken, Tomaten und diversen Kräutern auch die volle Palette an Sommerbeeren: Erdbeeren, rote Johannisbeeren, schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren und natürlich Himbeeren. Die lieb ich ja am meisten.

Eine riesige Ernte hatten wir dieses Jahr leider noch nicht. Die Büsche sind noch klein und werfen noch nicht sehr viel Ertrag ab. Hin und wieder ein, zwei Hände voll hat es aber gereicht. Und die hab ich direkt gemeinsam mit fluffigem Quark in zarten Bisquit gerollt:

Bisquitrolle
 
Vorbereitungszeit
Koch-/Backzeit
Gesamtzeit
 
Author:
Portionen: 10
Zutaten
  • 5 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 120 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 20 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 250 g Quark
  • 5 Blatt Gelatine
  • 200 g Schlagsahne
  • 2 EL Zucker
  • 250 g gemischte Beeren
  • Puderzucker
Anleitung
  1. Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Die Eier trennen, das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und die Eigelbe mit dem Zucker schaumig rühren.
  3. Das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver mischen, alles über die Eigelbmasse sieben und gut unterrühren. Danach den Eischnee vorsichtig unterheben.
  4. Den Teig vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und den Bisquit für 8-10 Minuten backen.
  5. Wenn der Bisquit fertig ist, diesen sofort auf ein mit Zucker bestreutes Küchentuch stürzen. Das Backpapier etwas befeuchten und vorsichtig abziehen. Dann die Bisquitrolle mit dem Küchentuch aufrollen und auskühlen lassen.
  6. In der Zwischenzeit die Gelatine einweichen und den Quark mit 2 EL Zucker verrühren. Sobald die Gelatine weich ist, diese in einem Topf bei geringer Hitze auflösen. Etwas Quark mit der aufgelösten Gelatine verrühren, dann alles in die restliche Quarkmasse giessen und sehr gut verrühren. Die Masse anschließend im Kühlschrank ca. 5 Minuten kalt stellen.
  7. Während die Quarkmasse kühlt, die Sahne steif schlagen.
  8. Sobald der Quark zu gelieren beginnt, die geschlagene Sahne unter die Quarkmasse heben.
  9. Zum Füllen den abgekühlten Bisquit ausrollen, gleichmäßig mit der Quarkmasse bestreichen und die gemischten Beeren darüber verteilen. Dann den Bisquit vorsichtig wieder aufrollen und die fertige Rolle für mindestens 3 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.
  10. Vor dem Servieren die Bisquitrolle großzügig mit Puderzucker bestäuben.

Wer die Quarkcreme etwas frischer mag, kann natürlich auch noch den Saft und den Abrieb einer Zitrone oder Limette darunter mischen. Passt hervorragend und schmeckt himmlisch! Minze geht auch prima!

Mit diesem Rezept habe ich übrigens nicht nur meine ersten eigenen Sommerbeeren geadelt, sondern ganz nebenbei auch noch ein altes Trauma aufgearbeitet. Die Bisquitrolle und ich waren nämlich bis vor kurzem eher nicht so die dicke miteinander. Während meiner Schulzeit hatte ich immer den blanken Horror davor, eine Bisquitrolle backen zu müssen. Jeder Versuch ging grundsätzlich fürchterlich in die Hecken. Und drei mal dürft ihr raten, wer dann auch noch ausgerechnet in der Realschul-Abschlußprüfung eine Bisquitrolle backen musste. Richtig – Icke!

Ich weiß auch schon gar nicht mehr genau, ob mir die Rolle damals in der Prüfung geglückt ist oder nicht. Aber ich habe all die Jahre danach nie wieder eine Bisquitrolle gebacken. Bis vor kurzem, als meine Sommerbeeren im Garten endlich reif waren. Und für die erste Bisquitrolle nach über 13 Jahren ist sie doch eigentlich auch echt ganz nice geworden! Und lecker allemal!

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