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Drei Foodblooger in der Volkshochschule

Wie ihr wisst, liegt mir regionales Essen und regionales Kochen sehr am Herzen. Nicht aber, weil „Regionalität“ mal wieder in Mode ist, sondern weil bei uns Schwaben regionale Produkte auch heute noch ganz natürlich zum Alltag gehören.

Trotz einem Überangebot an Waren, welches man natürlich auch in unseren Supermärkten findet, schätzen wir Schwaben es noch immer sehr, dass wir feines Filderkraut, aromatische Alblinsen und viele andere gute Produkte direkt um die Ecke frisch kaufen können.

Wir lieben unsere Gärten mit Stauden voll selbst gezogener Träuble und Brombeeren, ernten im Sommer unsere Erdbeeren auf den Erdbeerfeldern im Nachbardorf und unsere Omas haben noch Beete voll Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Kohlrabi und Salat hinter ihren Häusern. Und im Herbst gehen wir „Äpfel glauben“ um die frischen Früchte dann bei hiesigen Herstellern zu feinem Apfelsaft pressen zu lassen.

Letzten Sommer hat mich die liebe Krizi von Krizi´s Kitchen gefragt, ob ich nicht mal Lust hätte, gemeinsam mit ihr an einem Kochkurs an der Volkshochschule teilzunehmen. Hatte ich natürlich und drei mal dürft ihr raten, welchen Kurs wir uns ausgesucht haben:

„Schwäbische Küche – Gerichte von der Alb“

Kurzerhand meldete sich Julia von Kochlie.be ebenfalls noch zu dem Kurs an und so wurde aus dem Kochkurs schließlich eine kleine Ostalb-Foodblogger-Koch-Exkursion.

Zwar fand der Kurs schon am 10. November 2014 statt, aber ich möchte euch trotzdem nicht vorenthalten, wie es so war und was wir gelernt hatten.

Kochkurs VHS Collage 1

 

Der Kurs mit insgesamt 4 Unterrichtsstunden lief über die Volkshochschule Schwäbisch Gmünd und fand in der Lehrküche der Barmer GEK statt. Insgesamt waren wir 13 Teilnehmer, plus natürlich unsere Kursleiterin. Der Kurs kostete 12.- Euro pro Person, zzgl. Lebensmittelkosten (die am Ende etwa bei 5.- Euro lagen)

Mit ein klein wenig Verspätung trudelten kurz nach 19 Uhr die letzten Teilnehmer ein und der Kurs konnte los gehen. Unsere Kursleiterin Frau Laiple-Hammer (eine wirklich sehr nette Dame!) stellte sich kurz vor, erzählte uns ein klein wenig über die schwäbische Küche und dann wurden auch schon die Rezepte verteilt. Nachdem Frau Laiple-Hammer alle Rezepte kurz mit uns durchgegangen war, bildeten wir Teams von 2-3 Personen und durften uns schließlich darum kabbeln, wer welches Rezept kochen durfte.

Ich habe mich mit Julia zusammen getan, während Krizi ein Team mit ihrer Schwester bildetet. Glücklicherweise saßen wir vier direkt bei der Kursleiterin und hatten somit bei der Wahl der Rezepte die Nase vorn. Julia und ich entschieden uns für „Aalener Spitzärschle“, weil wir das noch nie zuvor gehört hatten. Krizi und ihre Schwester sicherten sich die „Ulmer Löffelspatzen“ und die „die Brotsuppe“.

Und dann ging es auch schon ans fröhliche Kochen.

Das Gericht, welches Julia und ich kochen durften – die Aalener Spitzärschle – entpuppte sich als ein ein Fleischgericht aus Schweinefilet, in Whiskey eingelegten Dörrpflaumen und Mandeln. Das Ganze in einer knackigen Pannade aus Cornflackes und mit einer Whiskey-Sahne-Sauce serviert. Die Ulmer Löffelspatzen, die Krizi machen durfte, sind ein Zwischending zwischen Knödel und Spätzle und eignen sich hervorragend als Beilage zu Fleischgerichten.

Weitere Gerichte, die von den anderen Teams gekocht wurden, waren: Katzagschroi (Kartoffeln und Bratenreste), eine gebrannte Griessuppe, ein Kartoffelkuchen, frische Briegel und als Dessert Karthäuserklöße mit einem schaumigen Sößle.

Die Gerichte waren allesamt große Klasse und, entgegen unseren Erwartungen, ware doch einige Dinge dabei, die wir alle vorher noch nie gehört hatten. Hatten wir so übliche Dinge wie „Linsen und Spätzle“ erwartet, so haben uns die ausgewählten Rezepte wirklich überrascht. Daumen ganz weit hoch dafür!

Leider habe ich bislang noch nicht die Gelegenheit gehabt, eines der Rezepte zu Hause nachzukochen, aber das werde ich in absehbarer Zeit auf alle Fälle nachholen. Natürlich werden die Rezepte dann auch hier veröffentlicht. Bis dahin müsst ihr euch mit den Bildern in diesem Beitrag begnügen.

Kochkurs VHS Collage 3

 

Alles in allem hatten wir alle bei dem Kochkurs wirklich großen Spaß und konnten tatsächlich auch noch ein paar neue Dinge lernen. Es war ein absolut gelungener Abend, an dem garantiert keiner hungrig nach Hause ging und den ich mit Freude jederzeit genau so widerholen würde.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht der letzte Ostalb-Foodblogger-Kochkurs war 😉

 

6 thoughts on “Drei Foodblooger in der Volkshochschule

  1. Toll! Das liest sich so super – spannend, interessant und dennoch lehrreich. Ich bin auch demnächst auf einem Kochkurs zugegen, allerdings nicht von einer VHS aus. Ich bin schon soooooooooooo gespannt und hoffe auf ein ebenso tolles Erlebnis wie du es hattest!

    Was für einen Kurs besuchst du denn als nächsten?

    Viele Grüße,

    Jassy

    1. Hi Jassy, ja spannend, interessant und lehrreich war es absolut. Ich drück dir feste die Daumen, dass dein Kochkurs auch so toll wird. Bis jetzt is bei mir noch kein weiterer Kurs geplant. Muss mich unbedingt demnächst mal durch das neue Kursprogramm unserer Volkshochschule wühlen 😉

  2. Das war sicher ein Spaß. Ich habe mich noch gar nicht so umgesehen deswegen könnte ich dir gar nicht sagen ob es auch bei uns angeboten wird. Aber Österreich ist da so oder so noch etwas hinten 😉
    Liebe Grüße

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