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Kartoffelgratin – so gelingt es perfekt!

An Kartoffelgratin scheiden sich ja echt die Geister. Nimmt man festkochend oder vorwiegend festkochende Kartoffeln? Das Ganze roh oder gekocht? Die Kartoffelscheiben dick geschnitten oder lieber dünn? Ausgefallen gewürzt oder ganz klassisch? Welche Sauce? Käse drüber – ja oder nein?

In den über 3 Jahren, die ich jetzt schon als Foodblogger unterwegs bin, habe ich unzählige Varianten ausprobiert und war mal mehr, mal weniger begeistert. Mittlerweile habe ich mein perfektes Kartoffelgratin aber gefunden. Und was man beachten sollte, damit das Gratin garantiert gelingt, zeige ich dir heute.

kartoffelgratin-rezept

Die Kartoffel

Ich verwende für Kartoffelgratin am liebsten festkochende Kartoffeln. Wenn möglich sogar festkochende Frühkartoffeln. Die sind wunderbar zart, haben viel Geschmack, behalten beim Backen ihre Form bei und zermatschen nicht.

Roh oder gekocht?

Für mein Kartoffelgratin verwende ich ausschließlich rohe Kartoffeln. Das hat den großen Vorteil, dass die Kartoffel noch alle Stärke enthält. Die Stärke, die während dem Backen abgegeben wird, bindet dann das Gratin und macht es wunderbar sämig.

Dicke oder dünne Scheiben?

In mein Gratin kommen sehr dünne Kartoffelscheiben mit maximal 2-3 mm Dicke. Ich wasche die Kartoffeln hierfür zuerst unter fließendem Wasser gründlich ab und schneide sie dann mitsamt der Schale in dünne Scheiben. Dass ich die Schale dran lasse, hat einen guten Grund: Die Kartoffelschale gibt dem Gratin eine wunderbar würzige Note.

kartoffelgratin-selbstgemacht

Die Würze / Die Sauce

In Sachen Würze habe ich bei Kartoffelgratins schon die abenteuerlichsten Kombinationen entdeckt. Von klassisch minimalistisch über ausgefallen mit Curry und Chili bis hin zu meditteran Varianten mit Rosmarin und Thymian. Ich persönlich favorisiere immer noch das ganz klassische Gratin mit einer Sauce aus Sahne oder Kochsahne, Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Diese Variante passt einfach zu allem und schmeckt immer.

Käse – Ja oder nein?

Die Frage braucht man eigentlich nicht stellen: Gratin, bzw. gratinieren, bedeutet schließlich, dass man etwas überbackt. Und aus dem Grund gibt es für mich auch nur eine legitime Antwort: Unbedingt Käse! Welchen man dafür letztendlich verwendet, bleibt natürlich dem persönlichen Geschmack überlassen. Ich mag meine Gratins gerne mit würzigem Edamer.

kartoffelgratin

Lange Rede, kurzer Sinn – So geht mein perfektes KartoffelGratin mit Lecker-Garantie:

Kartoffelgratin - Wie ich es am allerliebsten mag
 
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Zutaten
  • Festkochende (Früh-) Kartoffeln
  • Fettreduzierte Kochsahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Geriebener Edamer
Anleitung
  1. Die Kartoffeln unter fliesendem Wasser gut abwaschen, wenn nötig mit einer Bürste gründlich abschrubben. Dann mit einem scharfen Messer in 2-3 mm dicke Scheiben schneiden. Die Schale dabei dran lassen.
  2. Die rohen Kartoffelscheiben leicht überlappend in eine Auflaufform schichten bis alle Kartoffeln verbraucht sind. Das Gratin sollte ca. 7cm bis 10 cm hoch geschichtet sein.
  3. Je nach Größe der Auflaufform eine oder mehrere Flaschen Kochsahne in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Wenn die Flüssigkeit leicht überwürzt schmeckt, dann ist sie genau richtig.
  4. Die gewürze Sahne nun über die Kartoffelscheiben gießen und die Auflaufform anschließend ein paar mal auf die Arbeitsplatte klopfen, damit sich die Sauce gut verteilt.
  5. Das Gratin im vorgeheizten Backofen bei 150°C so lange backen, bis die Kartoffeln weich geworden sind. Die Backzeit ist je nach Dicke der Kartoffeln und Größe der Aufflaufform verschieden. Am besten einfach mit einem scharfen Messer hinein stechen. Wenn die Kartoffeln weich sind, merkt man das.
  6. Sobald die Kartoffeln gar sind, den Käse darüber geben und alles goldbraun überbacken lassen.

 

rezept-kartoffelgratin

Als Beilage kannst du ein Kartoffelgratin sehr gut zu allen möglichen Fleischgerichten servieren. Es passt zum Beispiel wunderbar zu meinem Boeuf a la Bourguignonne oder auch zu einem einfachen Pfannenschnitzel. Ich persönlich mag es aber auch sehr gerne als eigenständiges, vegetarisches Gericht. Ein paar Löffel Preiselbeeren dazu und der Genuß ist perfekt!

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