Rezepte - Sommer

Schwäbische Kratzete mit Heidelbeer-Kompott

Ich liebe ja alte und ursprüngliche Gerichte über alles und bin ziemlich oft auf der Suche nach Rezepten, die ich so noch nicht kennen. Bei meiner Recherche nach alten schwäbischen Rezpten, stiess ich auf die (oder der, oder das??) Kratzete. 

Noch nie davon gehört? Macht nichts, ich kannte dieses Gericht 32 Jahre lang auch nicht.

Kratzete ist im Grunde so ähnlich wie Kaiserschmarren – also eine Mehlspeise. Im Gegensatz zum Kaiserschmarrn verwendet man für die Kratzete aber keine Rosinen und man isst sie sowohl süß, als auch herzhaft. Traditionell wird sie sogar in der herzhaften Variante zum Spargel gegessen (aber ich schwöre, ich habe doch noch nie auf irgend einer Speisekarte gesehen!).

Da leider grad keine Spargelzeit war, habe ich mich an einer süßen Variante der Kratzete versucht. Gemeinsam mit fruchtigem Heidelbeer-Kompott ein absoluter Traum! 



Schwäbische Kratzete mit Heidelbeer-Kompott
 
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Portionen: 4
Zutaten
  • 300 g Mehl
  • 1 TL Salz
  • ½ TL Backpulver
  • 4 Eier
  • 150 ml Milch
  • 50 ml Mineralwasser
  • etwas Butter
  • Puderzucker
  • Frische Heidelbeeren
  • Etwas Wasser
Anleitung
  1. Das Mehl gemeinsam mit den Eiern, dem Salz, dem Backpulver, der Milch und dem Mineralwasser in eine Schüssel geben. Mit dem Handrührgerät zu einem gleichmäßigen Teig verrühren. Dabei darauf achten, dass der Teig keine Klümpchen mehr hat.
  2. Etwas Butter in einer heißen Pfanne schmelzen, dann den Teig komplett in die Pfanne gießen. Die Temperatur herunterschalten und den Teig langsam stocken lassen.
  3. Sobald der Teig an der Oberfläche komplett gestockt ist, die Kratzete einmal umdrehen (funktioniert am besten, wenn man ein Teller zu Hilfe nimmt).
  4. Den Teig von der anderen Seite noch etwas bräunen lassen, dann mit zwei Gabeln vorsichtig in gleichmäßige Stücke zerteilen.
  5. Für das Heidelbeer-Kompott die Heidelbeeren mit etwas Wasser in einen Topf geben, alles aufkochen lassen und bei mittlerwer Hitze etwas einreduzieren lassen. Das Kompott nach Belieben mit Zucker, Stevia, Birkenzucker oder ähnlichem süßen.
  6. Zum Servieren die Kratzete gemeinsam mit dem Heidelbeer-Kompott auf einem Teller anrichten und mit etwas Puderzucker bestäuben.

 


Die Kratzete wird in dieser süßen Variante einfach mit etwas Puderzucker bestäubt und mit dem Heidelbeer-Kompott serviert. Natürlich könnt ihr auch jedes andere Kompott dazu reichen. Zwetschgen oder Kirschen passen zum Beispiel auch ganz hervorragend dazu. Und macht euch blos keine Sorgen darüber, dass die Kratzete komplett gar nicht gewürzt wird – mit dem fruchtigen Kompott und den Puderzucker ist dies überhaupt nicht nötig! 


2 thoughts on “Schwäbische Kratzete mit Heidelbeer-Kompott

  1. Liebe Dila – nein, ich glaube nicht, dass Kratzete ein Schwäbisches Gericht ist. Man ist Spargel mit Kratzede in Südbaden, vor allem im Markgräflerland – wo man die Kratzede dann auch häufig auf den Speisekarten sieht.
    http://markgraeflerin.wordpress.com/2014/04/09/unser-erster-spargel-2014-mit-barlauch-kratzede-und-mayo/Allerdings habe ich bei uns noch kaum eine süße Variante gesehen. Das ist dann wirklich eher ein Kaiserschmarren, wie Du schon schreibst. Pfannkuchen und süß (Kirschen, Apfelkompott, Zwetschgenkompott usw.) sind weit verbreitet, ebenso die Apfelküchle. Dazu gibt es dann Vanillesauce… http://markgraeflerin.wordpress.com/2013/07/20/markgrafler-chriesi-pfannchueche-kirschpfannkuchen/
    Grüße aus dem Markgräflerland – Karin

    1. Hmmm das ist so nicht ganz richtig. Mittlerweile wurde mir von zig Seiten bestätigt, dass Kratzete sehr wohl ein schwäbisches Gericht ist. Unter anderem bekannt als „schwäbischer Schmarren“ oder auch als „Durchanander“… Und es wird durchaus auch süß gegessen.

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