Monatsrückblick Juni – Westcoast-Kulinarik, Outdoor-Fun und Landschaften zum träumen

Der Juli scheint sich zum Changemaking-Monat schlechthin zu mausern. Mit der #mondayspiration habe ich Anfang der Woche bereits eine neue (und hoffentlich regelmäßige) Beitragsserie auf dem Blog eingeführt, mein Instagram-Profil erstrahlt seit ein paar Tagen mit komplett umgekrempeltem Konzept in neuem Glanz und heute früh hatte ich urplötzlich auch noch Bock auf einen Monatsrückblick. Das gab es ja bisher noch nie.

Zugegeben, in Punkto Monatsrückblick wurde ich ein bisschen angefixt. Heute morgen im Zug bin ich nämlich über den wundervollen Mai & Juni-Rückblick von meinen Münchner Bloggerkollegen Feed me up before you go-go gestolpert und war so begeistert von all den kulinarsichen Eindrücken, dass ich Lust bekommen haben, euch zu zeigen, was ich den letzten Monat so getrieben habe (schaut aber beim Rückblick von Feed me up before you go-go unbedingt auch mal vorbei).

Metropolen, Camping & California Girls

Der Juni steht in diesem Jahr bei mir ganz unter dem Motto „Westcoast – Kulinarik, Outdoor-Fun und Landschaften zum träumen“, denn ich war tatsächlich über die Hälfte des Monats quer durch Kalifornien, Arizona, Utah und Nevada unterwegs. Dreieinhalb Wochen Westcoast-Lifestyle vom Feinsten. Und der hätte gegensätzlicher nicht sein können: Auf der einen Seite waren die glänzende Schicki-Micki-Metropolen an der Küste – auf der anderen die ursprüngliche Natur in den unendlichen Weiten Arizonas.

In meinem ersten – und hoffentlich nicht letzten – Monatsrückblick, nehme ich euch heute einfach mal mit auf eine Tour durch meine schönsten Urlaubsfotos und meine liebsten Erinnerungen. Freut euch auf meine ganz persönlichen Westcoast-Highlights:


Westcoast-Kulinarik

Mit den USA verbindet man allgemein ja nicht unbedingt phantasievolle Haute Cuisine sondern eher fettiges FastFood, welches lieblos auf Plastik- oder Pappteller serviert wird. Hier muss ich mal eine Lanze für die USA brechen, denn ich bin der Meinung, dass Amerika momentan einen starken Wandel in Sachen Essenskultur durchmacht. Zwar servieren die Amerikaner noch immer sehr bodenständiges und reichhaltiges Essen, aber besonders an der Westküste findet man mittlerweile viele kulinarische Schätzchen, bei denen sich ein genauer Blick durchaus lohnt. Meine Highlights habe ich hier zusammengefasst:

San Francisco – Ferry Plaza Farmers Market

Der Ferry Plaza Farmers Market findet Dienstags, Donnerstags und Samstags rings um das Ferry Building im Osten von San Francisco statt. Neben frischem Obst, Gemüse, Gewürzen, Honig & Co kann man sich an diversen Imbissbuden den Bauch so richtig mit Leckereien aus der ganzen Welt vollschlagen. Und wenn grad kein Markt ist, gehts einfach in das Ferry Building hinein. In der Indoor-Markthalle findet man verschiedene total niedliche Läden von der Bäckerei über den Metzger bis hin zu Spezialitätengeschäfte für Gewürze, Kaffee, & Co.

Los Angeles – Burgerim

In West-LA, ziemlich versteckt in einem relativ unscheinbaren Stadtteil, befindet sich eine der wenigen Filialen der Burger-Kette „Burgerim“. Das besondere an Burgerim ist, dass man hier ausschließlich Slider, also kleine Mini-Burger serviert bekommt. Man bekommt sie als Duo, Trio oder als Partybox und kann selbst entscheiden, was man drauf haben möchte. Die Möglichkeiten sind schier unendlich und man kann durchmixen, wie man grad lustig ist. Ich hatte zum Beispiel einen Burger mit Merguez-Pattie, House-Dressing, Salat, Tomate und Zwiebeln. Dazu frisch gemachte Süßkartoffelpommes. Siebter Burgerhimmel!!!

Beatty – Happy Burro

Das Happy Burro ist eine niedlich-verrückte Oldschool-Westernbar in Beatty, Nevada. Vor den Toren des Death Valley (und gar nicht so weit von der Area51 weg) serviert man hier das mit weitem Abstand beste Chili. Und das günstigste Bier weit und breit. Für gerade mal 7 Dollar bekommt man hier einen ganzen Pitcher voll herrlichem kühlem Gerstensaft. Braucht man bei der Hitze in der Gegend auch. Menschenscheu darf man im Happy Burro übrigens nicht sein. Die Bar ist mehr oder weniger Wohnzimmer für die Einheimischen und spätestens nach dem 2. Pitcher sitzt man am Stammtisch und ist eingebürgert.

Westcoast – Outdoor

Ich bin ja eigentlich nicht so der große Campingfreund. An der Westküste habe ich mich gemeinsam mit meinem Mann aber einfach Mal in das Abenteuer Camping gestürzt. Und das gleich ganz anders, wie man sich Camping in Amerika vielleicht vorstellt. Kein protziges Wohnmobil, kein überdimensionierter Camper und auch keine Luxus-Campingplätze. Im Gegenteil: Wir haben den Begriff Outdoor ganz ernst genommen und waren total minimalistisch unterwegs: Ein SUV, eine umgeklappte Rückbank, ein aufblasbares Luftbett, Schlafsäcke und raus in die freie Natur (das darf man da tatsächlich – und es ist umsonst!).

Zwar haben wir auch das ein oder andere Mal auf einem Campingplatz übernachtet, aber meine Highlights waren auf jeden Fall all die Nächte, die wir in freier Natur abseits der Zivilisation verbracht haben. Nur wir, ein Lagerfeuer und nichts als die wilde Natur um uns (und Moskitos – scheiss viele Moskitos!). Verköstigt haben wir uns dabei natürlich auch ganz camperlike: Ein prasselndes Feuer (manchmal auch ein richtiger Grill – hach war das ein Fest), ein Stück Fleisch, bisschen Gemüse. Mehr braucht es nicht.

Westcoast – Landscape

Ich war ja schon an vielen wundervollen Plätzen auf dieser Welt unterwegs, aber landschaftlich hat mich kaum ein Gebiet so sehr fasziniert, wie die Westküste der USA. Kalifornien selbst fand ich dabei gar nicht so aufregend, zumal mich die Metropolen LA und San Francisco auch nicht wirklich vom Hocker gerissen haben. Das unendlichen Weiten in Arizona, Utah und Nevada dagegen, habe ich sofort in mein Herz geschlossen.

Grand Canyon

Mit dem Grand Canyon habe ich tatsächlich einmal eine der Touristenattraktionen schlechthin in meinen Highlights. Aber was soll ich sagen, der Grand Canyon ist einfach atemberaubend. Wie hat mein guter Freund Thomas so schön gesagt? „Es gibt im Leben zwei Dinge, bei denen du weinen darfst: Wenn ein geliebter Mensch stirbt und wenn du am Grand Canyon stehst“. Und er hat absolut recht. Dieses Naturwunder ist einfach unbedschreiblich. Man fühlt sich von einer Sekunde auf die andere so winzigklein wie noch nie zuvor in seinem Leben. Sehr ergreifend.

Bryce Canyon Nationalpark

Wir waren in vielen schönen Gegenden und in vielen Nationalparkts, aber der Bryce Canyon hat mich persönlich einfach umgehauen. Die Farben, die unwirklichen Felsstrukturen, die Größe und die Weite – ein absoluter Traum für jeden, der auf spektakuläre Landschaften steht.

Titus Canyon – Death Valley

Mein persönliches Highlight war die Fahrt durch den Titus Canyon ins Death Valley. Ausgehend von Beatty (du erinnerst dich – die Stadt mit der genialen Bar) geht es über eine abenteuerliche Dirt Road 32 Meilen über Stock und Stein. Die Strecke ist nur mit Allradantrieb zu empfehlen und man braucht bis ins Death Valley hinein gute 3 Stunden. Belohnt wird man mit Einsamkeit, toller Landschaft und Abenteuer pur.

Tschüss Juni du wunderschöner

Alles in allem hätte ich mir meinen Juni wirklich nicht schöner vorstellen können. Auch wenn die Rückreise aus Amerika ein wenig verkorkst war (Flugverspätung, Boarding im Anschlussflieger untersagt, in Paris gestrandet, Gepäck weg), die Erlebnisse an der Westküste werde ich für immer im Herzen tragen. Und dass uns unsere Freunde mit Prosecco am Flughafen abgeholt haben, war natürlich auch ziemlich nice 😉

Den restlichen Juni haben wir übrigens mehr oder weniger wieder versucht in unseren Alltag zurückzufinden. Und wir haben unseren Schrebergarten auf Vordermann gebracht. Der hat unter den 3,5 Wochen Urlaub ziemlich gelitten. Ansonsten war im Juni nicht mehr viel los. Kein Bloggerevent, keine Kooperationen, keine Presseeinladungen und keine Rezepte. War auch mal nett.

Ich hoffe, ihr hattet auch so einen wundervollen Juni. Erzählt doch mal…
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2 comments

  1. Wie schön, dass es bei dir nun auch einen Monatsrückblick gibt – ich lese ja so was selbst total gerne. Und gleich so ein fulminanter Start, sehr fein! Ja, die Nationalparks in der Ecke sind schon wahnsinnig toll – wobei ich mich ja auch in San Francisco schwer verliebt habe (allerdings war ich auch seit 17 Jahren nicht mehr da …). In Sachen Esskultur gebe ich dir recht, da werden die USA häufig unterschätzt. Wir konnten auf unserer letzten Reise jedenfalls auch wieder viele sehr ausgefallene und mutige kulinarische Highlights entdecken. Ich freue mich auf die nächsten Monatsrückblicke! 🙂
    Liebe Grüße
    Sabrina

    1. Hi Sabrina,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich weiss auch nicht, warum ich bisher nie Monatsrückblicke geschrieben hab. Dabei sind die doch so schön. Ich lese bei euch immer gerne mit.
      Viele Grüße
      Moni

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