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Orange Chicken 2.0 + Das hässlichste Food-Foto aller Zeiten…

Vor einigen Wochen musste ich mich hier ein ganz klitzekleines bisschen aufregen. Da bekam ich nämlich diverse fiese Kommentare zu alten Blogposts von mir, in denen die Qualität meiner Fotos stark bemängelt wurden.

Zugegeben, früher waren meine Fotos wirklich unter aller Kanone. Aufgenommen mit einem alten iPhone 4s und entweder gar nicht bearbeitet oder irgendwie halblebig mit Instagram „aufgehübscht“.

Eigentlich gebe ich auf solche Hater-Kommentare zu alten Posts und alten Fotos ja nicht wirklich was, denn schließlich hat jeder Blogger mal klein angefangen und man kann nicht in allem auf Anhieb „gut“ sein. Irgendwo ganz tief drinnen wurmt es einen dann aber ja doch schon und deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, als meine liebe Bloggerkollegin Mareike von Zuckerschnee.de ein Blog-Event zu genau diesem Thema ins Leben gerufen hat. Das Motto des Ganzen:

Peinlich berührt – frisch gerührt

Blogevent_peinlich_beruehrt1


Lustige Sache, fande ich – und so hab ich nicht lange gefackelt und mich auf die Suche nach meinem schlechtesten Food-Foto aller Zeiten gemacht. Fündig wurde ich schließlich bei meinem Orange Chicken-Rezept.

Dass gerade das Foto zu diesem Gericht so furchtbar schlecht ist, fand ich echt traurig, denn das Rezept ist eigentlich der absolute der Hammer!

Aber was solls – dank Mareike habe ich die Gelegenheit genutzt und endlich mal wieder eine große Portion Orange Chicken gekocht. Nebenbei hat das Rezept dann auch noch schicke neue Bilder bekommen.

Hier die ungeschönte Wahrheit im Vorher-Nachher-Vergleich:

Orange-Chicken-alt-neu


Ich muss ja gestehen, dass ich – so im direkten Vergleich – doch ein wenig entsetzt über das alte Foto bin. Auf der anderen Seite bin ich aber auch wahnsinnig stolz welche Entwicklung meine Fotos durchgemacht haben und wie viel besser sie im Laufe der Zeit geworden sind.

Natürlich sind meine Fotos auch heute noch alles andere als perfekt, aber hey, müssen sie das denn überhaupt? Ich bin schließlich Blogger und kein Profi-Fotograf.

Vielen Dank auf jeden Fall dir liebe Mareike für dieses tolle Event. Es hat nicht nur riesigen Spaß gemacht, sondern hat mich auch ein wenig zum Nachdenken angeregt. Ich sehe dank diesem Event viele Dinge etwas entspannter und dafür bin ich dir mehr als dankbar!

So, jetzt aber genug der Dankesworte – denn da steht ja auch noch ein Rezept aus. Das alte Orange Chicken Rezept wurde nämlich auch noch nicht an meine neues Rezeptformat angepasst und daher hole ich das bei dieser Gelegenheit jetzt auch noch schnell nach.

5.0 from 1 reviews
Orange Chicken 2.0
 
Vorbereitungszeit
Koch-/Backzeit
Gesamtzeit
 
Author:
Portionen: 2-3
Zutaten
  • 2-3 Hähnchenbrüste (abhängig von der Größe)
  • etwas Mehl
  • Sojasosse
  • Knoblauchpulver
  • Salz
  • Pfeffer
  • Pflanzenöl
  • Frühlingszwiebeln
  • Orangensaft
  • hellen Essig
  • brauner Zucker
  • etwas Speisestärke
Anleitung
  1. Hähnchenbrustfilet in geichmäßige Würfel schneiden, mit einer Mischung aus Knoblauchpulver, Sojasauce, Salz und Pfeffer einreiben und mindestens 1 Stunde (besser über Nacht) in der Marinade ziehen lassen.
  2. Während das Fleisch mariniert, ca. 150 ml Orangensaft und 200 ml hellen Essig in einen Topf geben und ca. 7-8 EL braunen Zucker unterrühren. Sauce zum kochen bringen, Herd herunter schalten und die Sauce für ca. 30 Minuten auf kleiner Stufe leicht köcheln lassen. Mit einer Prise Knoblauchpulver abschmecken.
  3. In einem tiefen Topf reichlich Pflanzenöl erhitzen und das Fleisch fürs frittieren vorbereiten. Dazu so viel Mehl zum marinierten Fleisch geben, dass es rings um mit Mehl bedeckt ist. Die bemehlten Hähnchenstücke in das heiße Fett geben und knusprig frittieren.
  4. Wenn alle Hähnchenstücke frittiert sind, die eingekochte Sauce mit etwas Speisestärke binden, damit diese eine Konsistenz wie in etwas Süß-Sauer-Sauce bekommt.
  5. Nun die Hähnchenstücke in eine Plastikschüssel mit Deckel geben, die Sauce dazu geben, Deckel drauf machen und alles so lange schütteln, bis die Hähnchenstücke komplett mit Sauce überzogen sind.
  6. Frühlingszwiebel in kleine Ringe schneiden und kurz vor dem servieren über das heiße Orangen Chicken streuen.

Orange-Chicken-Collage


Das Orange Chicken serviert ihr am besten mit aisatischem Klebreis, der über Nacht eingelegt und im Dampf gegart wurde. Wie das ganz easy und vor allem ohne extra Reiskocher oder Dämpfaufsatz geht, hab ich euch hier mal aufgeschrieben: Reis dämpfen in 6 einfachen Schritten.

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Ausflug zurück zu den Anfängen meines Blogs und vor allem zu den Anfängen meiner Fotografie gefallen! Und falls auch ihr ultramiese Food-Fotos habt, macht euch einfach gar nix draus. Verbessern kann man sich immer – Nörgler dagegen werden auf Ewigkeiten einfach nur nervige Idioten bleiben

Und denkt immer dran: Das beste Foto nützt rein gar nix, wenn das Rezept nachher nicht funktioniert und das Gericht scheisse schmeckt! Mit meinem Orange Chicken wird euch das auf jeden Fall nicht passieren. Versprochen!

Orange-Chicken

6 thoughts on “Orange Chicken 2.0 + Das hässlichste Food-Foto aller Zeiten…

  1. Wichtig ist doch, dass es schmeckt und erst dann wie die Fotos aussehen! Das Rezept werde ich nachkochen und dir dann ein Foto schicken. Ich hoffe man kann darauf dann was erkennen, lach.
    Liebe Grüße

  2. es soll schmecken und erst dann gut aussehen! aber recht hast du, wenn ich mir meine alten Bilder ansehe nervt mich auch so einiges 😉

    camillo

  3. Hm, Orange Chicken klingt ja echt göttlich. Ehrlich gesagt finde ich das alte Bild gar nicht so schlecht. Es ist eben unscharf und das Licht ist nicht so pralle, aber es ist super angerichtet, auf dem weißen Teller wirkt das noch mal schöner (wusstest du, dass blaues Geschirr den Appetit rein psychisch zügelt?) und die Perspektive ist nicht schlecht 🙂

    Werde dein Rezept jedenfalls irgendwann mal ausprobieren. Ideenlos bin ich ja öfter, wenn es ums Kochen geht 🙂

    Liebst,
    Mira

    1. Naja super anrichten bringt halt auch nix, wenn das Fotos nachher kaum erkennbar ist^^ Also ich fand, dass dieses Bild, definitiv mein schlechtestes Foto ever war *fg* Das Rezept ist dagegen der absolute Oberhammer und alle freuen sich immer wie Bolle, wenn ich sag, dass es mal wieder Orange Chicken gibt.

      MIt der Sauce muss man allerdings manchmal ein bisschen rumprobieren. Bei mir funktionieren die Mengenangaben nicht immer. Leider hab ich noch nicht rausgefunden warum. Am besten ist da einfach, wenn man bisschen nach Lust und Laune variiert. An manchen Tagen ist mir der Essig zu dominant und ich mach mehr Orangensaft rein und an anderen Tagen, mag ich es lieber etwas säuerlicher und reduzier den Saft ein wenig. Auch mit der Stärke und dem Zucker kann man spielen – je nachdem wie süß und wie fest man die Sauce haben will.

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