Cities, Dies & Das

Reisebericht New York

Nachdem ihr neulich schon gemeinsam mit mir in Wien-Erinnerungen schwelgen durftet, nehme ich euch heute ein kleines bisschen weiter mit in die Welt hinaus:

Nach New York City

Wer schon einmal selbst im „Big Apple“ war, der wird mir beipflichten: Entweder man hasst diese Stadt oder man liebt sie abgöttisch.

Ich muss ja zugeben, dass New York und ich einen schwierigen Start hatten. Mein erster Besuch in New York war ein kurzer Tagestrip während meines ersten USA-Urlaubs. Es war kurz vor Weihnachten, die Stadt war dementsprechend komplett überfüllt, es schüttete nonstop wie aus Kübeln und dazu war es auch noch affenkalt. Gesehen haben wir so gut wie nichts, der Nebel um die Hochhäuser kostete mich Dirks geplanten Heiratsantrag und ich war nach diesem Trip allgemein der Meinung, dass New York so ziemlich die dümmste Stadt auf Gottes Erden ist.

Gott sei dank bin ich nicht nachtragend und habe New York 2 Jahre später nochmals eine Chance gegeben. Mit einem längerem Aufenthalt, ausgiebigem Sightseeing und bei strahlendem New Yorker Herbstwetter begann dann schließlich doch noch die ganz große Liebe zwischen New York und mir.

Heute erzähle ich euch aber nicht davon, wie ich meine Liebe zu New York entdeckt habe, sondern von meinem mittlerweile 3. Aufenthalt in der Stadt, die niemals schläft. Und falls ihr euch jetzt fragt: „Warum gerad der dritte New York Trip und nicht der zweite?“ – das ist ganz einach: In diesem dritten New York Urlaub hatten wir meine Schwester dabei, die das allererste Mal überhaupt in Amerika war. Wir spulten daher das gesamte Touri-Programm nochmal ab und die Erinnerungen daran sind noch am frischesten. Ausserdem gibt es von diesem Urlaub (dank neuer Kamera) schlichtweg die schönsten Bilder.

Und jetzt gehts endlich los:

New York Streets

Hinflug

Wie fast immer, war der Flug bei uns mal wieder ein klein wenig anders, als beim Otto-Normal-Flieger. Die meisten Urlauber wären an unserer Stelle wohl mit dem Zug nach Stuttgart zum Flughafen gefahren und dort in den Flieger gestiegen – maximal vielleicht noch Frankfurt oder München. Wir Sparfüchse hatten aber einen so ultra-günstigen Direktflug mit American Airlines vom Flughafen Zürich aus gefunden, dass wir unsere Reise einfach mal von der Schweiz aus starteten.

Am 03.09.2014 ging es daher also erst einmal mitten in der Nacht mit dem Auto ab in Richtung Zürich. Gegen 6 Uhr kamen wir am Flughafen Zürich an, parkten unser Auto im Parkhaus (welches wir im Vorfeld schon gebucht hatten – ca. 100.- Euro Parkgebühren für eine Woche) und dann konnte auch schon der Check In losgehen.

Natürlich hatten wir uns am Vorabend bereits eingecheckt, Bordpässe und Co waren auf Passbook geladen und so mussten wir lediglich das Gepäck abgeben. Schnell noch durch die Sicherheitskontrolle und dann hieß es auch schon: Warten auf den Abflug. Die Zeit vertrieben wir uns bei Starbucks und Ruck Zuck war es 08:30 Uhr und damit Zeit fürs Boarding. Pünktlich hoben wir schließlich kurz vor 9 Uhr in Richtung New York City ab und durften einen ruhig und angenehmen Flug genießen.

Ankunft | Immigration | Unterkunft

Obwohl der Flug mit 9 Stunden 10 Minuten angesetzt war, landeten wir bereits nach nur Rund 8 Stunden gegen 12 Uhr Ortszeit auf dem JFK Airport in New York. Spitzen Wetter mit Sonnenschein und Hitze begrüsste uns.

Im Flughafen waren wir dann glücklicherweise sehr schnell durch. Bei der Immigration war erstaunlich wenig los und wir mussten keine 5 Minuten warten, bis wir schon dran waren. Die Mitarbeiter bei der Immigration waren allesamt sehr freundlich, stellten erstaunlich wenig Fragen, waren sogar zu Scherzen aufgelegt und winkten uns ohne Probleme durch. Kurz noch Koffer geholt (die im Gegensatz zu unserem 2. New York Urlaub auch wirklich da waren!) und dann waren wir auch schon fertig.

Da wir uns bereits von Deutschland aus ein Taxi reserviert hatten, mussten wir nicht lange auf eine Möglichkeit für die Fahrt zu unserer Unterkunft warten. Es dauerte keine 10 Minuten bis am Taxi-Terminal eines der bekannten Yellow Cabs vorfuhr – praktischerweise mit unserem Namens auf einem Zettel an der Seitenscheibe. Es konnte also los gehen in Richtung Unterkunft.

Als Unterkunft hatten wir uns kein Hotel, sondern ein Zimmer über Airbnb gebucht. Das hatten wir das Jahre davor auch schon und sehr gute Erfahrunge damit gemacht. Als Standort haben wir bewusst nicht Midtown, sondern New Jersey gewählt. Genauer gesagt: Weehawken. Die Unterkunftspreise dort sind weitaus günstiger als in Midtown und da Weehawken quasi direkt am Lincoln Tunnel liegt, ist man mit dem Bus trotzdem in 15 Minuten direkt am Times Square.

Der einzige Nachteil an der Unterkunft in Weehawken: Der JFK befindet sich direkt am anderen Ende der Stadt und so mussten wir mit dem Taxi einmal quer durch Manhattan durch. In der Rush Hour Mittags um kurz nach 12 Uhr eine echte Herausforderung. Es ging im Schneckentempo vorwärts und am Ende brauchten wir beinah anderthalb Stunden, bis wir endlich an unserer Unterkunft ankamen.

An der Airbnb-Unterkunft mussten wir noch 30 Minuten auf unsere Gastgeberin warten, da wir selbst viel zu früh dran waren und die Ärmste selbst im Stau feststeckte. Schließlich war sie aber endlich da – eine wunderbar herzliche Frau, die wir alle gleich ins Herz schlossen. Sie zeigte uns die wunderschöne Wohnung, unser Zimmer mit eigenem Bad, sowie die Küche und den Eßbereich und gab uns anschließend noch einige tolle Insidertipps bezüglich Bussen, Restaurants, Bars & Co. Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten und uns in sommerliche Kleidung geschmissen hatten, gab es dann endgültig kein Halten mehr. Jeder wollte so schnell wie möglich nach Manhatten.

New York Sonstiges1

Mittwoch, 03.09.2014 | 1. Tag | Orientierung in Midtwon

Entsprechend der Empfehlung unserer Airbnb-Gastgeberin nahmen wir den „Chicken Bus“ von Weehawken zum Port Authority Bus Terminal. Der Chicken Bus ist ein lokaler Bus aus New Jersey, der 24 Stunden, 7 Tage die Woche zwischen Midtown und New Jersey pendelt und gerne von all den Einheimischen genutzt wird, die in Midtown arbeiten. Die einfache Fahrt kostet 3.- Dollar und man steht eigentlich nie länger als 1-2 Minuten an der Haltestelle, bis der nächste Bus kommt.

Die Fahrt mit dem Chicken Bus hat bereits das Jahr zuvor wunderbar geklappt und auch dieses mal waren wir keine 15 Minuten nach dem Zustieg in Weehawken schon direkt am Times Square. Dort hieß es dann zuerst einmal: staunen, staunen, staunen. Meine Schwester war ja zum ersten Mal da und natürlich völlig fasziniert. All die Farben, die Lichter und vor allem, die Unmengen von Menschen und die wahnsinnigen Hochhäuserschluchten. Wir liesen uns an diesem ersten Nachmittag daher einfach nur treiben und liefen ziellos durch Manhatten –  fast ausschließlich in Times Square-Nähe. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Waffle & Dingens, fuhren wir dann relativ früh wieder zurück, um noch ein wenig Kraft für den nächsten Tag zu tanken. Zwar wollten wir dem Jetlag ein Schnippchen schlagen und relativ spät ins Bett, aber am Ende schliefen wir doch alle schon ziemlich früh ein.

Donnerstag 04.09.2014 | 2. Tag | Sightseeing – Central Park & Co

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Sightseeings. Wir waren alle schon ziemlich früh wach, die Sonne strahlte durchs Fenster, das Wetter versprach heiße Spätsommer-Temperaturen und so standen wir sehr zeitig auf. Nach einem kurzen Joghurt-Frühstück in unserer Unterkunft, fuhren wir wieder mit den Chicken Bus nach Manhattan.

Nachdem wir ein wenig entlang des Times Square spaziert waren, machten wir uns auf in Richtung FAO – dem berühmten Spielzeugladen im General Motors Building in der Fith Avenue. Wir bestaunten all das wunderschöne Spielzeug wie die rießigen Kucheltiere, lebensgroße Figuren von Batman, Spiderman & Co. aus Lego, Puppenhäuser, Barbies und vieles mehr. Wir fühlten uns direkt wieder wie kleine Kinder und hätten den ganzen Tag im FAO verbringen können. Ging aber ja natürlich nicht – wir wollten ja noch mehr sehen.

Um nach all dem Spielzeug wieder ein wenig im Erwachsenen-Alter anzukommen, gönnten wir uns im Anschluss an den Besuch bei FAO erst einmal einen kühlen Frozen Margharita. Danach ging es weiter in Richtung Central Park. Wir liesen uns durch den Park treiben, besuchten de Schildkrötenteich und statteten selbstverständlich auch dem berühmten Strawberry Fields einen Besuch ab.

Auf dem Rückweg vom Central Park zurück in Richtung Times Square, holten wir uns den New York Snack schlechthin: einen Hot Dog von Greys Papaya. Mit ordentlich Zwiebel, ordentlich Soße, ordentlich Käse und ordentlich Kalorien. Sehr lecker und absolut zu empfehlen.

Nach dem die Bäuche wieder voll waren, besuchten wir kurz den Lego Store im Rockefeller Center, zeigten meiner Schwester, wo normalerweise der berühmte Weihnachtsbaum steht und schlenderten dann weiter zurück in Richtung Times Square. Dort zog es uns zu Toys´r Us, dann in den Disney Store und anschließend noch in den M&M-Store. Auch in diverse Bekleidungsläden warfen wir noch jeweils einen kurzen Blick.

Zum Abschluss des Tages gingen wir zum Essen nochmals zurück ins Rockefeller Center zu Bill´s Bar and Burgers. Wir waren bereits bei unserem zweiten New York Besuch dort und lieben die Burger von Bill´s. Alles ist frisch, lecker und von den Preisen sehr günstig. Außerdem gibt es dort zusätzlich zu den normalen Burgern auch grandiose Sandwiches (wie mein Sandwich mit Putenbrust und Avocado).

Müde aber absolut Happy fuhren wir Abends wieder zurück nach Weehawken und fielen total geschlaucht ins Bett.

New York Sonstiges

 

Freitag, 05.09.2014 | 3. Tag | Shopping

Für den dritten Tag hatten wir kein Sightseeing sondern eine ausgedehnte Shopping Tour geplant. Die Klamotten sind in Amerika einfach so unschlagbar günstig, dass wir mit nahezu leeren Koffern nach New York geflogen sind und dringend frische Klamotten brauchsten. Zum Shoppen hatten wir uns „The Mills as Jersey Gardens“ ausgesucht – ein rießiger Outlet-Komplex mit Unmengen an tollen Läden.

Der Bus in die Outlet Mall fuhr relativ spät und so ging Dirk erst einmal zum nächsten Dunkin Donuts und besorgte Kaffee für alle. Danach hatten wir noch Zeit, uns zu Fuß zum nächsten Supermarkt auf zu machen. Wir stöberten dort ein wenig durch das amerikanische Lebensmittelangebot und bewunderten all die Dinge, die es bei uns nicht gibt. Für den Rückweg holten wir uns schließlich noch einen Eiskaffee und einen Creme Cheese Bagel und dann ging es schon mit dem Bus in die Mall.

In der Mall verbrachten wir schließlich den Rest des Tages. Wir kauften Hosen, Schuhe, Unterwäsche, Geschenke, Spielzeug – und schließlich sogar noch einen Koffer, da wir das ganze Zeug unmöglich einfach so hätten tragen können.

Aus der Mall zurück gingen wir an diesem Abend nur noch zu Fuß zum nächsten Walmart und deckten uns mit all den Lebensmitteln ein, die wir unbedingt mit nach Hause nehmen wollten: Grillgewürze, Backzutaten, Trocknertücher, Aspirin und und und. Leider versagte bei diesem Ausflug unser Navi und wir landeten in einer ziemlich gruseligen Gegend. Meiner Meinung nach, waren wir regelrecht in Lebensgefahr *lach*. Für den Rückweg gönnten wir uns daher ein Taxi.

New York Glitzi
Glitzi auf Sightseeing-Tour

Samstag, 06.09.2014 | 4. Tag | Sightseeing

Den Samstag hatten wir wieder fürs Sightseeing reserviert. Wir fuhren wieder zuerst wieder mit dem Chicken Bus nach Manhatten und anschließend mit der Subway Richtung Chinatown und Little Italy. Nach einem ausgiebigen Pancakes-Frühstück bei Ihop schlenderten wir frisch gestärkt über einen tollen Flohmarkt, den wir rein zufällig entdeckt hatten. Dort probierten wir frisches Popcorn, ich gönnte mir eine homemade Limonade, Dirk musste sich unbedingt einen Corndog kaufen und meine Schwester und ich staubten Proben von einem Waxing-Studio ab.

Nach dem Flohmarkt schlenderten wir weiter nach China-Town und liesen und über den Markt treiben. Von Kotzfrüchten über Schildkrötenbis bis hin zu lebendigen Fröschen gab es dort einfach alles – faszinierend!

In Little Italy besuchten dann im Anschluss einen Christmas Store und legten in einem hübschen kleinen Pub einen Zwischenstop zur Stärkung ein. Ein kühles Glas Bier und ein erfrischender Weißwein war genau richtig – denn es war langsam schon sehr heiss.

Nachmittags fuhren wir mit der Subway wieder ein Stückchen in den Norden hoch zum Rockefeller Center. Wir hatten bestes Wetter und somit war der Zeitpunkt ideal für einen Besuch bei der Top of The Rock Aussichtsplattform. Zwar war, wie immer, relativ viel Andrang, aber wir genossen den Besuch und den spektakulären Blick über Manhattan sehr.

Den restlichen Tag schlenderten wir relativ ziellos weiter durch Manhattan, kauften uns in einem Sport-Geschäft Einlagen für unsere Schuhe, da wir mittlerweile nur noch ziemliche Schmerzen beim Gehen hatten und landeten Abends schließlich bei Southern Hospitality BBQ zum Essen. Dirk gönnte sich Ribs, meine Schwester eine Schüssel Chili und ich entschied mich für Mac & Cheese. Nachdem wir so richtig vollgestopft waren, fuhren wir müde, aber glücklich zurück nach Weehawken.

Zurück in der Unterkunft unternahmen wir zum Abschluss des Tages noch einen Spaziergang zu einem Park, von dem aus man einen spektakulären Blick über Manhattan hatte. Hier entstanden einige wunderschöne Fotos.

New York Sonstiges2

 

Sonntag, 07.09.2014 | 5. Tag | Football

Sonntag ist Sports-Day und wir liesen es uns auch in diesem Urlaub nicht nehmen, ein bisschen amerikanische Sportkultur zu erleben. Dirk und ich sind ja absolute Football-Fans und da die Jets zufällig während unseres Urlaubs ein Spiel hatten, stand fest, dass wir dort unbedingt hin müssen.

Wir schmissen uns also in unsere Fan-Klamotten, gingen stilecht in ein kleines Diner in Weehawken frühstücken (ich bezweifle, dass sich dorthin jemals Touristen verirrt hatten) und dann fuhren wir mit dem Bus ins MetLife Stadium und schauten uns an, wie die Jets fürchterlich eins auf die Mütze bekamen.

Bilder gibt es von diesem Tag so gut wie keine. Ins Stadion darf man nämlich keine Taschen mitnehmen und so habe ich auch sicherheitshalber meine Kamera zu Hause gelassen.

Abends in der Unterkunft feierten wir noch ein wenig in den 30. Geburtstag meiner Schwester rein und dann nahm auch dieser Tag bereits sein Ende.

Montag, 08.09.2014 | 6. Tag | Staten Island, 09/11 Memorial, Coney Island

Am Montag standen wir wieder realtiv früh auf, denn wir hatten viel vor. Nachdem wir wieder mit dem Chicken Bus nach Manhatten gefahren waren, nahmen wir die Subway zur Staten Island Ferry. Direkt mit der ersten Fähre tuckerten wir nach Staten Island und genossen den spektakulären Blick auf die Skyline von New York. Ich finde den Anblick noch immer sehr befremdlich, da ich noch immer die Zwillingstürme des World Trade Centers vor Augen habe – aber auch das neue One World Trade Center ist sehr imposant. Wir fuhren vorbei an der Freiheitsstatue, schossen Fotos ohne Ende und kaum auf Staten Island, nahmen wir gleich die nächste Fähre zurück.

Wieder in Manhatten folgte dann der härteste Teil des Urlaubs: Der Besuch des 09/11 Memorials. Ich war das Jahr zuvor schon dort und an diesem Platz zu stehen ist schon wahnsinnig beklemmend. 2014 hatte nun aber auch das Museum eröffnet und dieses besuchten wir nun zum ersten Mal. Die Ausstellung ist, kurz gesagt, atemberaubend. Ein Rundgang domumentiert nahezu minutiös die damalige Tragödie. Das geht alles sehr an die Substanz, da man ständig mit seinen eigenen Gedanken an diesem Tag damals konfrontiert wird. Dazu kann man SMS von Passagieren aus den Flugzeugen lesen, hört Sprachnachrichten auf Anrufbeantwortern von Personen, die in den Türmen eingeschlossen waren, sieht die Zerstörung, die verbogenen Stahlträger, kaputte Feuerwehrautos und persönliche Gegenstände der Opfer. Dazu gibt es einen Raum, am dem Bilder eines jeden Opfers hängen. Ich muss sagen, am Ende sind wir ziemlich schnell durch das Museum durch und es wollte auch keiner mehr gerne länger bleiben. Die Geschichten, die zu den persönlichen Gegenständen erzählt wurden, konnte ich schon gar nicht mehr lesen, sonst hätte ich vermutlich Rotz und Wasser geheult. Dieses Museum war eine echte Grenzerfahrung!!! Aber so hart das ist, bin ich der Meinung, dass man da einfach mal gewesen sein muss!

Um nach dem Museum wieder ein wenig auf andere Gedanken zu kommen (es war ja schließlich immer noch der 30. Geburtstag meiner Schwester), gingen wir im Financial District etwas essen. Eine sehr coole Gegend mit netten kleinen Gässchen. Wir gönnten uns leckere Empanadas mit Sour Cream und waren schon wieder ein bisschen besser drauf. Im Anschluß nahmen wir die Subway nach Brooklin. Dort schlenderten wir ein wenig durch den Park, gönnten uns am Ufer ein kühles Bier (und trafen dort direkt eine Gruppe Schwaben aus Stuttgart) und liefen schließlich über die Brooklin Bridge wieder zurück nach Manhatten.

Für den Abend hatte sich meine Schwester schließlich einen Besuch auf Coney Island gewünscht. Und weil Geburtstagswünsche wahr werden müssen, fuhren wir mit der Subway den langen weg bis ganz an die Küste hinunter nach Coney Island. Da war zwar leider kurz vorher Saison-Schluss und die meisten Fahrgeschäfte hatten bereits zu, aber so schlenderten wir einfach im Sonnenuntergang den Boardwalk entlang, gingen ein wenig an den Strand und gönnten uns hinterher bei Nathans Delikatessen noch einen New England Clam Chowder.

0911 Memorial
09/11 Memorial & Museum

Dienstag, 09.09.2014 | 7. Tag | Philadelphia

Nachdem wir von New York mittlerweile ziemlich viel gesehen hatten, ging es Dienstag ein bisschen weiter weg. Wir hatten eine Busfahrt nach Philadelphia gebucht und machten ein wenig auf Kultur.

Die Busfahrt von New York dauerte ca. 2,5 Stunden und wir kamen am späten Vormittag in Philadelphia an. Wir holten uns gleich als erstes Eintrittskarten für  die Besichtigung der Freiheitsglocke und der Independence Hall. Erfreulicherweise kostete das alles keinen Eintritt.

Wir schauten uns also die Glocke an (die ich persönlich nicht sonderlich spektakulär fand) und gingen dann zur Independence Hall. Glitzi, unser Urlaubs-Maskotten, entlockte dem finster drein schauenden Sicherheitsbeamten beim Security Check tatsächlich ein lächeln und er fragte mich, ob es mein ernst wäre, ein Stofftier-Einhorn mit in die Independence Hall zu nehmen. Wollte ich – und so durfte Glitzi auch mit. Die Independence Hall selbst und die Führung durch das Gebäude war alles in allem dann aber relativ langweilig – trotz Glitzi.

Da wir nach der Führung langsam Hunger hatten, schlenderten wir zum Reading Terminal Market: eine große Indoor-Markthalle mit allem was das Food-Herz begehrt. Zuerst liesen wir uns durch die vielen Stände treiben und anschließend gönnten wir uns ein riesengroßes Sandwich. Zum Nachtisch gab es noch einen kleinen Cupcake.

Den Nachmittag verbrachten wir dann noch mit einem ausgiebigen Spaziergang durch Philly und die Zeit bis zur Rückfahrt mit dem Bus nutzen wir für ein paar Margharitas in der Field House Sports Bar. Spät abends ging es dann mit dem Bus zurück nach New York. Von dieser Fahrt bekamen wir schon nicht mehr allzu viel mit, da wir alle am Schlafen waren.

New York Sonstiges3
Subway | Brooklin Bridge

Mittwoch, 10.09.2014 | Letzer Tag | Rückflug

Am Mittwoch brach schließlich schon unser letzter Tag in New York an. Da unser Stiefdaddy am Donnerstag, den 11.09. seinen 50. Geburtstag feierte, mussten wir wieder zurück nach Good old Germany. Glücklicherweise ging unser Flug erst Abends, so dass wir den großteil des Tages noch in New York verbringen konnten.

Nachdem wir unsere Koffer gepackt hatten und uns an der „Wall of Fame“ in unserer Unterkunft verewigt hatten, fuhren wir ein letztes mal mit dem Chicken Bus nach Manhattan. Wir gaben unsere Koffer bei einem privaten Luggage Storage ab und tratschten ein wenig mit der Mitarbeiterin dort (also in Wirklichkeit kaute sie uns ein Ohr ab und wollte uns kaum gehen lassen^^), anschließend stärkten wir uns mit einem letzten Frühstück bei Rubys Tuesday am Times Square.

Bei schönstem Herbstwetter spazierten wir über den Highline Park, gönnten uns bei Bubbly´s frische Soda und genoßen die letzten Sonnenstrahlen direkt am Times Square. Und dann hieß es auch schon: Koffer holen und zurück zum Flughafen.

Weil wir keine Lust hatten, mit dem schweren Gepäck mit dem öffentlichen Nahverkehr zu fahren, gönnten wir uns wieder ein Taxi und kamen so relativ entspannt am Flughafen an. Das Gepäck war schnell aufgegeben und wir eingecheckt und so setzten wir uns bis zum Boarding noch in eine Bar und kippten zwei letzte Margharitas. Gegen 18 Uhr hoben wir dann wieder ab in Richtung Deutschland und es hieß: Good Bye New York City!

New York Food
Food Impressionen

Mein Fazit

Der New York Trip mit Dirk, meiner Schwester und natürlich mit Glitzi war absolut spitze. Wir haben viel gesehen, etliche Kilometer zu Fuß zurück gelegt, lecker gegessen und getrunken, tolle Klamotten gekauft und hatten jede Menge Spaß. Ganz genau so muss ein Urlaub für mich sein – am Strand liegen kann ja jeder! 🙂

 

So, das war mein – doch sehr umfangreicher – New York Bericht! Er hat mich jetzt eine Woche Zeit und Unmengen Nerven gekostet, aber das Schwelgen in den Erinnerungen hat großen Spaß gemacht.

Als Abschluss hier noch ein paar Impressionen von uns Urlaubern:

New York WE

 


Meine Tipps für einen gelungenen New York Urlaub

Buchung | Unterkunft

Wer gerne auf eigene Faust bucht, sollte Flug und Unterkunft getrennt buchen. So kommt man meist am Billigsten. Bei den Flügen lohnt es sich, einfach mal bei den Airlines direkt zu schauen. Unterkünfte bekommt man über Airbnb (private) oder über Priceline (Hotels) sehr günstig. Diese Möglichkeiten nutze ich am liebsten. Wer sich mit dem Gedanken nicht anfreunden kann, bei fremden Personen zu wohnen und nicht selbst Hotelpreise bieten möchte, wie bei Priceline, der sollte mal bei lastminute.de vorbei schauen – hier findet man auch sehr gute Hotelschnäppchen.

Als Unterkunfts-Standort ost New Jersey ideal! Die Unterkünfte sind meist günstiger als in Manhattan selbst und man ist mit dem Bus trotzdem ruck zuck in Midtown. Weitaus schneller als von Brooklin oder Queens.

Sightseeing

Gesehen haben muss man auf jeden Fall den Central Park, die Aussichtsplattform Top of The Rock im Rockefeller Center und das 09/11 Memorial mit Museum. Eine Fahrt mit der Staten Island Ferry ist ebenfalls Pflicht, genauso wie das schlendern über Times Square und die Brooklin Bridge.

Wenn man etwas mehr Zeit hat, lohnt sich der Highline Park und ein Ausflug nach Coney Island. Sport-Fans sollten auf jeden Fall einen Sportveranstaltung mit einplanen. Und die Tour zur New Jersey Gardens Mall ist auch absolut lohnenswert. Ansonsten mag ich es am liebsten, mich einfach durch die Stadt treiben zu lassen. Man findet eigentlich an jeder Ecke ein Highlight.

Was man sich sparen kann

Wenn man auf der Aussichtsplattform im Rockefeller Center war, kann man sich weitere Aussichtsplattformen sparen. Außerdem muss man nicht unbedingt die Freiheitsstatue besuchen. Die Fahrt mit der Staten Island Ferry (übrigens kostenlos!) an der Statue vorbei, genügt völlig.

Essen

Unbedingt probieren sollte man einen Hot Dog von Greys Papaya – die sind wirklich grandios. Zum Frühstücken empfehle ich einen Besuch in einem kleinen Diner abseits des Times Square. In weniger touristischen Gegenden bekommt man fantastisches Frühstück zu wirklich kleinem Preis. Für den kleinen Hunger zwischendurch sind die zahlreiche kleinen Stände und Foodtrucks ideal.

Fürs Abendessen gibt es tolle Restaurants. Je hochpreisiger, um so mehr lohnt sich eine Reservierung. Einfache Burger-Restaurants und Pubs bieten aber auch grandioses Essen. Tipp: Early Bird Specials sind günstiger und ideal für alle, die nicht so gerne spät essen gehen!

 

PS. Mit diesem Blog Post nehme ich am CityBlogAward von Only-apartments, Vueling und Travel on Toast teil

 

6 thoughts on “Reisebericht New York

  1. Liebe Dila,

    herzlichen Dank für deinen tollen und ausführlichen New York-Bericht.
    Mich wird es im Sommer in die Metropole ziehen und deswegen bin ich für jeden Tipp dankbar!

    Liebe Grüße,
    Maria

    1. Hi Maria,

      mensch, da bin ich ja fast ein bisschen neidisch. Ich will auch wieder nach New York *fg*.. Ich wünsch dir schon jetzt ganz viel Spaß dort!

      LG
      Dila

  2. Toll, da glaubt man gleich selbst dort gewesen zu sein. NY steht noch auf meiner – Da muss ich unbedingt hin – Liste 😉
    Die gigantischen Bauwerke und alles so überdimensional groß, muss einen fast erschlagen bei der Ankunft.
    Liebe Grüße und danke für den tollen Bericht
    Tanja

    1. Danke <3 Hat auch mega Spaß gemacht, nochmals in den Erinnerungen zu schwelgen. Bei der Ankunft ist man in der Tat erst einmal geplättet - es gibt aber durchaus auch wirklich tolle Ecken in New York wo man nicht von all den Hochhäusern erschlagen wird. Die Gegend um den Highline Park ist z.B. superschön - fast schon Kleinstadtflair!

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