Pasta, Rezepte - Herbst

Rheinhessen neu interpretiert: Süß-Scharf glasierte Kürbis-Gnocchi mit Blutwurst

Die Region Rheinhessen, mit seinen bekannten Städten Mainz, Bingen und Worms, ist deutschlands größtes Weinbaugebiet und bringt Jahr für Jahr viele exzellente Weine hervor. Und wo guter Wein getrunken wird, wird in der Regel auch gerne und ausgiebig geschlemmt. In der rheinhessischen Küche geht es dabei meist einfach und bodenständig zu. Klassiker sind unter anderem Gerichte wie „Handkäs mit Musik“, „Weck, Worscht un Woi“ und natürlich der „Spundekäs“.

WTF ist Spundekäs?

Wer sich jetzt fragt „WTF ist Spundekäs“, der ist heute bei mir genau richtig. Denn exakt unter diesem Motto hat die Agentur Gourmet Connection anlässlich des 200-jährigen Geburtstags von Rheinhessen zu einer Blogger-Aktion eingeladen (Herzlichen Glückwunsch Rheinhessen!!!). Insgesamt 12 Blogger bekamen dabei die schwierige Aufgabe, die rheinhessische Küche etwas zu entstauben.

Ein Warenkorb voll rheinhessischer Köstlichkeiten

Ob moderne Interpretation eines rheinhessischen Klassikers oder komplette Neu-Kreationen aus typisch rheinhessischen Produkten, unserer Phantasie und Kreativität durften wir freien Lauf gelassen. Die einzige Bedingung: Wir mussten uns an einen vorgegebenen Warenkorb orientieren. Dieser wurde uns netterweise zur Verfügung gestellt und bestand aus den folgenden Zutaten:

  • Ein Ring Blutwurst
  • Ein Wirsing
  • Ein Hokkaido Kürbis
  • 1 KG Kartoffeln (Sorte Gala)
  • Ein Glas Weingelee
  • Ein Glas Riesling-Senf

Vier der typsich rheinhessischen Produkte mussten in unserem Gericht verwendet werden und damit die Lust am Kochen noch etwas angeheizt wird, bekamen wir oben drauf auch noch eine Flasche Wein dazu.

Rheinhessen komplett neu interpretiert

Gestärkt durch ein (ok, es waren zwei) Gläser des spritzigen und extrem süffigen Silvaners, machte ich mich schließlich ans Werk und heraus kam nicht irgendein Gericht, sondern ein Gedicht, welches mich am Ende selbst überrascht hat: Süß-Scharf glasierte Kürbis-Gnocchi mit Blutwurst.

Erntefrische rheinhessische Kartoffeln treffen hier auf das zarte Fleisch des Hokkaido-Kürbis und auf die würzig-deftige Blutwurst. Das Ganze abgerundet durch eine feine süß-scharfe Glasur aus grobem Riesling-Senf und fruchtigem Weingelee. Ich verwende nicht gerne den Phrase „Geschmacksexplosion im Mund“, aber besser als damit könnte man dieses Gericht nicht beschreiben!

Kürbis-Gnocchi-Rheinhessen

Ein neuer Trend? Wer weiß das schon…

Die Kürbis-Gnocchi wird man in Rheinhessen zwar so sicherlich nicht auf den Speisekarten der Weingüter finden wird, aber wer weiß, vielleicht wird das Gericht ja DER neue rheinhessische Renner. Potential hat es meiner Meinung nach auf jeden Fall.

Und jetzt reden wir mal nicht mehr länger um den heißen Brei die Blutwurst herum! Hier gibt´s das Rezept direkt zum nachkochen:

Glasierte Kürbis-Gnocchi mit Blutwurst
 
Vorbereitungszeit
Koch-/Backzeit
Gesamtzeit
 
Author:
Portionen: 4-6
Zutaten
  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis
  • 3-4 große Kartoffeln
  • 1 Ei
  • Mehl nach Bedarf
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 1 Stück Blutwurst (vom Ring, ca. 10 cm)
  • 4 EL grober Senf (nicht süß)
  • 2 EL Weingelee
  • Etwas Pflanzenöl
  • Etwas Butter
Anleitung
  1. Den Kürbis halbieren, entkernen, den Strunk entfernen und alles in gleichmäßige Würfel schneiden. Die Kartoffel schälen und etwa gleich groß wie die Kürbis-Würfel schneiden.
  2. Kürbis und Kartoffeln auf ein Backblech geben, mit etwas Öl beträufeln und bei 170°C Umluft für ca. 40 Minuten backen bis Kartoffeln und Kürbis weich sind.
  3. Die gegarten Kartoffeln und die Kürbisstücke in eine Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer zu Püree verarbeiten (geht auch mit einer Kartoffelpresse). Ein Ei zugeben, alles mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und gründlich verrühren.
  4. Nach und nach so viel Mehl unter das Kartoffel-Kürbis-Püree kneten, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist, welchen man gut formen kann.
  5. Den Teig zu einer dünnen Rolle formen und mit dem Messer ca. 0,5 cm dicke Stücke abschneiden. Diese anschließend mit einer Gabel flach drücken. So entsteht das typische Gnocchi-Muster.
  6. Zum Garen der Gnocchi einen breiten Topf mit reichlich gesalzenem Wasser zum kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, die Gnocchi vorsichtig in den Topf geben. Die Gnocchi sind gar, sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen.
  7. Für die glasierten Gnocchi zuerst die Blutwurst in kleine Würfel schneiden und diese in einer Pfanne kurz anbraten lassen. Die gegarten Gnocchi gemeinsam mit einem Stückchen Butter mit in die Pfanne geben und etwas Farbe nehmen lassen. Für die Glasur den Senf mit dem Weingelee verrühren, mit in die Pfanne geben und alles kurz durchschwenken.
Bemerkung
Tipp 1: Beim Formen der Gnocchi die Gabel vor dem Aufdrücken kurz in Mehl tauchen. Die Gnocchi bleiben so nicht an der Gabel kleben.

Tipp 2: Die Gnocchi lassen sich prima auf Vorrat vorbereiten. Einfach in rohem Zustand in eine Schüssel geben und einfrieren. So kann man sie portionsweise in der Menge verwenden, wie man sie gerade braucht.

 

WTF-Ist-Spundekäs

 

12 Blogger – 12 Rezept-Ideen

Ihr solltet euch übrigens unbedingt auch die Gerichte der anderen 11 „WTF ist Spundekäs“-Teilnehmer anschauen. Es ist absolut faszinierend, wie viele verschiedene Gerichte aus den vorgegebenen Zutaten entstanden sind:


Vielen Dank an dieser Stelle auch noch an die Agentur Gourmet Connection und das Land Rheinhessen für die Einladung zu diesem tollen Event. Außerdem ein großes ToiToiToi an alle meine teilnehmenden Bloggerkollegen. Möge das beste Rezept gewinnen!

13 thoughts on “Rheinhessen neu interpretiert: Süß-Scharf glasierte Kürbis-Gnocchi mit Blutwurst

  1. Kürbis Gnocchi sind ja an sich schon super lecker, aber kombiniert mit der Blutwurst und der Glasur verdienen sie den Titel der „Geschmacksexplosoin im Mund“ bestimmt!

    Liebe Grüße,
    Katha

  2. Hey, das sieht doch schon rein farblich klasse aus und schmeckt bestimmt auch so. Das Rezept kommt für die kommende kalte Jahreszeit auf jeden Fall auf meine Nachkoch-Merkliste!

    Viele Grüße!
    Kai

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