Klassiker der deutschen Küche: Die Rinderroulade

Nachdem ich kürzlich mein Rezept für Beef-Brisket vom Grill veröffentlicht hatte, wurde ich auf Facebook von einigen meiner Follower gefragt, was man denn bitte mit diesem Rezept anfangen sollte. 8-9 Stunden Zubereitungszeit wären der absolute Wahnsinn. Viel zu viel Zeit für so ein bisschen Rindfleisch. Also dazu kann ich nur eines sagen: Was stimmt mit euch denn nicht? Beim Kochen und Backen gibt es doch keine schlimmere Todsünde als Hektik! Erinnert sich denn wirklich niemand mehr an die klassischen Sonntagsessen aus unserer Kindheit? An Gerichte, die stundenlang im Ofen langsam vor sich hin schmorten – liebevoll überwacht von unseren Großmüttern und Müttern? An den Geruch deftiger Hausmannskost, der schon Stunden vor dem Essen durchs Haus strömte und die Vorfreude schier ins Unermessliche steigen lies?

 

Also ich erinnere mich sehr gut daran und ich liebe diese Gerichte auch heute noch abgöttisch. Und ich finde, dass es längt überfällig ist, genau diese Gerichte wieder hervor zu kramen! Deshalb mache ich heute auch einfach mal den Anfang und zeige euch einen absoluten Klassiker: Die Rinderrouladen. Schön langsam geschmort, so wie bei Omma.
Klassische Rinderrouladen
 
Author:
Recipe type: Hauptgericht
Portionen: 4
Zutaten
  • 4 Rinderrouladen
  • 8 Scheiben Bacon
  • 4 Gewürzgurken
  • Senf
  • Salz
  • Pfeffer
  • 4 Zwiebeln
  • etwas Röstzwiebeln
  • 1 Bund Suppengemüse (Karotten und Sellerie)
  • 1 Flasche Schwarzbier
  • Wasser
  • Rouladennadeln oder Garn
Anleitung
  1. Die Rinderrouladen nebeneinander ausgebreitet auf ein Brett legen und das Fleisch von beiden Seiten großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Jede Scheibe anschließend gleichmäßig mit Senf bestreichen und mit je 2 Scheiben Bacon belegen. Nun die Zwiebeln und die Gewürzgurken fein würfeln und gemeinsam mit den Röstzwiebeln gleichmäßig auf dem Fleisch verteilen.
  2. Zum Rollen der Rouladen die Seiten der Fleischstücke etwas einklappen und die Rouladen anschließen vorsichtig aufrollen. Dabei darauf achten, dass alle Seiten geschlossen sind. Die Rouladen dann entweder mit Rouladen-Nadeln feststecken oder mit einer Bratschnur zusammen knüpfen.
  3. Wenn die Rouladen aufgerollt und befestigt sind, diese in einem großen Bräter bei voller Hitze rund herum scharf anbraten. Sie sollten schön gebräunt sein und am Boden sollte sich Bratensatz gebildet haben.
  4. Nun das Suppengemüse und die übrigen Zwiebeln schälen, in grobe Stücke schneiden und in den Bräter geben. Gemüse gründlich anschwitzen lassen, mit Schwarzbier ablöschen sobald das Gemüse Farbe bekommen hat und dann die Rouladen wieder mit den Bräter legen.
  5. Den Bräter mit einem Deckel verschließen und bei ca. 160°C Umflut für 1,5 bis 2 Stunden in den Backofen stellen.
  6. Nach Ende der Garzeit den Bräter aus dem Ofen nehmen und auf mittlerer Stufe wieder auf den Herd stellen. Rouladen heraus holen und beiseite stellen. Den Sauce mit dem Gemüse durch ein feines Sieb abschütten, dabei die Sauce in einer Schüssel auffangen und ohne das Gemüse zurück in den Bräter geben.
  7. Während die Sauce einreduziert, so viel Gemüse wie möglich durch das Sieb passieren und das feine Gemüsepürre als Bindung mit zur Sauce geben.
  8. Rouladen anschließend zurück in die Sosse geben und nochmals warm werden lassen.

Tipp:

Am besten schmecken die Rinderrouladen übrigens mit frischen, handgeschabten Spätzle (Eine Anleitung, wie das ganz einfach geht, findet ihr hier: “Schwäbische Spätzle – ganz einfach handgeschabt“). Ihr könnt die Rouladen aber natürlich auch mit Kartoffeln und Rotkohl geniessen.
 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

So – Und wer jetzt noch behauptet, dass es sich nicht lohnt, einfach mal etwas mehr Zeit in einer leckeres Gericht zu investieren, der hat wirklich keine Ahnung von guter alter Hausmannskost und traditionellen Zubereitungsmethoden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bewerten: