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Schwäbischer Kartoffelsalat – echt schlonzig, echt gut

Jetzt blogge ich schon seit 4 Jahren und habe in dieser Zeit die verschiedensten Rezepte aus allen Herren Länder online gestellt. Ein Gericht hat es dabei aber trotzdem bis heute nicht auf meinen Blog geschafft: Der gute alte schwäbische Kartoffelsalat.

Der Grund, warum es diesen Klassiker bislang noch nicht auf dem Blog gibt, ist tatsächlich eine echte Lachnummer. Und ein klein wenig peinlich ist es mir ja doch auch:

Ich habe es in meinen mittlerweile 35 Jahren nicht geschafft, auch nur ein einziges Mal einen schwäbischen Kartoffelsalat selbst zu machen!

Ja ja ich weiß, Schande über mich. Eigentlich sollte ich für diesen Fauxpas meinen Status als Schwäbin aberkannt bekommen. Ich gelobe aber selbstverständlich Besserung. Und um meinen guten Willen zu zeigen, habe ich dieses kulinarische Versäumnis natürlich sofort nachgeholt:

Kartoffelsalat
 
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Portionen: 4-6
Zutaten
  • 1,5 Kilo festkochende Kartoffeln
  • 1 Liter Wasser
  • Suppengemüse
  • 2 Gemüsezwiebeln
  • 6 EL Pflanzenöl
  • 6 EL Kräuteressig
  • 1 TL Senf
  • Salz, Pfeffer
  • Schnittlauch
Anleitung
  1. Die Kartoffeln waschen und gemeinsam mit reichlich Wasser in einen großen Topf geben.
  2. Für die Gemüsebrühe das Suppengemüse und eine Zwiebel waschen, putzen, alles grob zerkleinern und mit 1 Liter Wasser in einem zweiten Topf aufsetzen.
  3. Sowohl Kartoffeln, als auch das Suppengemüse zum Kochen bringen und alles so lange köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
  4. Die Gemüsebrühe und auch die Kartoffeln jeweils über ein Sieb abgiessen.
  5. Die Kartoffeln pellen solange sie noch heiß sind, sofort in feine Scheiben schneiden und diese in eine große Schüssel geben.
  6. Für das Dressing die Zwiebel schälen, in feine Würfel schneiden und in die noch heiße Brühe geben. Salz, Pfeffer, Senf und Kräuteressig zugeben und alles kräftig abschmecken.
  7. Das Dressing nun nach und nach zu den Kartoffeln geben und sorgfältig untermengen. Je nach Kartoffelsorte kann es sein, dass man die gesamte Menge der Flüssigkeit benötigt, oder auch nicht.
  8. Der Kartoffelsalat ist dann perfekt, wenn er beim Untermengen des Dressings schmatzende Geräusche von sich gibt (er ist dann schlonzig, bzw. "schwätzt" - wie der Schwabe sagt). Sobald diese Konsistenz erreicht ist, das Öl zu dem Salat geben, ebenfalls untermengen und den Salat noch etwas durchziehen lassen.
  9. Vor dem Servieren noch etwas frischen Schnittlauch in feine Ringe schneiden und über den Salat geben.
Bemerkung
Wer die Gemüsebrühe nicht frisch machen möchte, kann auch auf Gemüsebrühpulver zurückgreifen. Hier aber bitte möglichst keine Fertigprodukte verwenden. Man kann die Brühe auch wunderbar auf Vorrat selbermachen: Gemüsebrühpulver selbstgemacht

 

Der schwäbische Kartoffelsalat schmeckt sowohl lauwarm, als auch kalt – wobei der echte Schwabe die lauwarme Variante bevorzugt. Man kann ihn entweder pur genießen oder man serviert ihn zu Braten, Leberkäse, Bockwürstchen oder allgemein einfach auf einem Salatbuffet. Wer mag, kann übrigens auch noch fein gehobelte Gurkenscheiben unter den Salat mischen.

Übrigens, wenn du noch mehr rund um das Thema Kartoffeln wissen willst, dann schau doch mal bei meiner lieben Bloggerkollegin Sonja von Amor & Kartoffelsack vorbei. Bei der dreht sich 2017 einmal wöchentlich alles um die tolle Knolle. Sie nimmt verschiedene Kartoffelsorten unter die Lupe, erzählt, wie man zu Hause selbst Kartoffeln anbauen kann und zeigt natürlich auch klassische und exotische Kartoffelrezepte: >>> Jahresthema Kartoffel | Amor & Kartoffelsack <<<

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