Dies & Das

Weight Watchers & Liquida Inkasso – Wie ich plötzlich eine Rechnung von über 90.- Euro am Hals hatte…

Bis vor kurzem war ich ein echt begeisterter Anhänger von Weight Watchers. Im Jahr 2014 hatte ich mit den ProPoints wunderbar abgenommen und war total happy. Noch glücklicher war ich, als Weight Watchers das neue Programm „Mein einfacher Start“ einführte und ich dieses testen durfte. Ich durfte nicht nur viele neue Produkte ausprobieren, sondern bekam auch noch den Zugang zum Programm für ein halbes Jahr umsonst.

Weil ich während diesem Test so gute Erfahrungen mit Weight Watchers gemacht hatte, meldete ich mich Ende 2015 wieder an, als das neue Feel-Good-Programm herauskam. Dieses mal auf eigene Kosten. Zum einen hatte mich das neue Programm sehr neugierig gemacht und zum anderen hatte ich während der letzten Monate sowieso wieder ein paar Pfund zugelegt, die ich dringend loswerden wollte.

Erstes Ärgernis: Die Anmeldung

Schon die Anmeldung für das neue Programm war ein ziemliches Ärgernis und hätte mich eigentlich vorwarnen sollen. Das Angebot für Programm-Rückkehrer, welches ich eigentlich annehmen wollte, galt nämlich scheinbar für mich nicht mehr. Dabei lag meine Mitgliedschaft nun wirklich keine Ewigkeiten zurück.

Weil ich das neue Programm aber unbedingt ausprobieren wollte, habe ich trotzdem einen Vertrag mit Weight Watchers abgeschlossen und das neue Programm zum ganz normalen Preis gestartet (meine erste Meinung zu Feel Good könnt ihr hier nachlesen: Feel Good – Mein Pro & Contra zum neuen Programm).

Zweites Ärgernis: Das Programm und die App

Leider kam ich in das neue Programm nie so wirklich rein. Das neue System wurde mir von Woche zu Woche unschlüssiger, die Gestaltung der Active-Points war für mich absolut kein Anreiz, mich mehr zu bewegen und die App war um einiges schlechter geworden, als zu ProPoints Zeiten. Die guten Erfolge, die ich früher mit ProPoints hatte, blieben ausserdem aus und so zog ich im März 2016 schließlich meine Konsequenz und kündigte das Abonnement wieder.

Überraschung: Die Kündigung & die Inkasso-Firma

Weight Watchers bestätigte mir meine Kündigung sofort noch am selben Tag und ich betrachtete die Angelegenheit damit als erledigt. Bis zum Samstag, den 21.05.2016. An diesem Tag flatterte mir nämlich ein Schreiben der Liquida Inkasso GmbH ins Haus. Und bei dieser Firma handelt es sich um keine geringe, als die Inkasso-Firma von Weight Watchers.

In dem Inkasso-Schreiben wurde mir mitgeteilt, dass die Gebühr für den März 2016 in Höhe von 16,95 Euro noch fällig wäre. Hierüber hätte ich auch bereits eine Zahlungserinnerung von Weight Watchers erhalten. Weil ich den offenen Betrag daraufhin nicht bezhalt hatte, wurde alles ans Inkasso weitergegeben und jetzt von dort eingetrieben.

Dreiste Forderungen

Aus den 16,95 Euro waren durch Mahngebühren (20.- Euro), Inkassogebühren (54.- Euro), Telefon- und Portogebühren (9.- Euro) sowie Verzugszinsen, insgesamt 91,06 Euro geworden. Und das innerhalb weniger Tage, denn die Zahlungserinnerung von Weight Watchers war auf den 18.05.2016 datiert. Das Schreiben der Inkasso-Firma wiederrum war vom 20.05.2016.

Festgehalten

  • Bis zum 21.05.2016 war mir nicht bekannt, dass überhaupt noch ein Rechnungsbetrag für meinen Weight Watchers Zugang offen war.
  • Bis zum Eintreffen des Inkasso-Schreibens habe ich von Weight Watchers weder eine Rechnung, noch eine Zahlungserinnerung erhalten.  Die Info, mir wäre eine Zahlungserinnerung zugegangen, ist glatt gelogen.
  • Nur 2 (!!!) Tage nach Erstellung der angeblichen Zahlungserinnerung (die mir ja nie zugegangen ist), gab Weight Watchers die Angelegenheit an Ihre Inkasso-Firma weiter.
  • Für den lächerlich geringen Betrag von 16,95 Euro, soll ich jetzt ingesamt 91,06 Euro löhnen!

Ich bin ehrlich entsetzt darüber, dass eine weltweit agierende Firma wie Weight Watchers solche Praktiken nötig hat. Leider hat meine Recherche im Internet ergeben, dass ich hier scheinbar auch kein Einzelfall bin und solche Abzocke bei Weight Watchers wohl öfters vorkommt.

Die Firma Liquida Inkasso scheint mir im Übrigen ebenfalls ein sehr dubioses Unternehmen zu sein. Schon allein die Forderung von 20.- Euro Mahngebühren ist so utopisch, dass dies selbst gerichtlich nur schwer durchsetzbar sein wird.

Vorläufiges Fazit

Ich habe Weight Watchers zunächst sehr freundlich angeschrieben und um Klärung der Angelegenheit gebeten.

Selbstverständlich bin ich die Letzte, die sich weigern würde, 16,95 Euro zu bezahlen. Selbst Mahngebühren würde ich in einem vertretbaren Rahmen übernehmen. Auch wenn ich von der offenen Rechnung definitiv keine Kenntniss hatte. Was ich allerdings defnitiv nicht bezahlen werde, sind diese ungerechtfertigen und absolut frechen Inkassogebühren.

Für die Antwort habe ich Weight Watchers eine Frist bis zum 24.05.2016 gesetzt. Man darf gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht.

Ich werde natürlich berichten.

 


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11 thoughts on “Weight Watchers & Liquida Inkasso – Wie ich plötzlich eine Rechnung von über 90.- Euro am Hals hatte…

      1. Hallo ich nochmal, ich suche und suche einen Weg direkt an weight watchers zu überweisen, jedoch finde ich nirgendwo eine Bankverbindung. Ich würde es gerne genauso machen…
        Lg Danjana

        1. Hi meine Liebe,
          sorry, dein Kommentar ist irgendwie vom Spam-Filter aussortiert worden. Leider hab ich die Bankverbindung von WW auch nicht mehr. Schau doch mal auf den Abbuchungen von deinen Beiträgen. Dort sollte sie stehen.
          Liebe Grüße
          Moni

  1. Da braucht man keinen RA denn diese Kosten werden mangels Erfolgsaussichten ausgebucht
    Selbst im eindeutigen Verzugsfall werden Inkassogebühren ( im Gegensatz zu RA Gebührern) von den Gerichten gestrichen oder zumindest erheblich gestrichen
    Eine Klage expl wg diesen Kosten also extrem wenig wahrscheinlich : z.b
    https://openjur.de/u/552608.html
    https://openjur.de/u/353902.html
    http://www.dasd-aktuell.de/kosten-von-inkassounternehmen-ganz-uberwiegend-nicht-erstattungsfahig/

    Mein Tipp : Zahlung einer unstrittigen Forderung zweckgebunden (nur HF) direkt an den Gläubiger
    Evtl rechnet man pro Mahnung 2 € dazu
    ( Anmerkung : Gerichte anerkennen zwischen 1 € (z.b AG Bad Segeberg Urt. v. 25.11.2011 − 17 C 160/11)und 2,50 € (z.b AG Brandenburg a.d. Havel Urteil vom 25.1.2007 – 190/0631 C ) an Mahngebühren pro Mahn Schreiben )

    Das wird passieren : 2 bis 3 Inkassobriefe plus Telefon Inkasso
    Manche Firmen schieben anschließend noch ein RA Schreiben nach um den Druck zu erhöhen

    Nerven bewahren

    1. Vielen Dank für die Tipps. Nachdem Weight Watchers meine gesetzte Frist zur Klärung der Angelegenheit ohne Rückmeldung hat verstreichen lassen, werde ich exakt so vorgehen. Ich werde heute die 16,95 Euro nebst 2,50 Euro Mahngebühren direkt an WW überweisen. Das ganze als Zweckgebundene Überweisung. Parallel werde ich der Forderung der Inkassofirma widersprechen und mitteilen, dass der Betrag zwischenzeitlich direkt an den Gläubiger bezahlt wurde. Und dann werde ich der Dinge harren, die da kommen.
      Natürlich berichte ich auch hier auf der Seite, wie es letztendlich ausgegangen ist.

  2. Oh je, das klingt nicht toll. Hofentlich hast du ne gute Rechtsschutzversicherung. Das würde ich nämlich auch ausfechten, das ist ja schon mehr als dreist! Zu wann galt denn deine Kündigung?

    1. Hi Tanja,
      ich hab keine Rechtsschutzversicherung, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die auch nicht brauchen werde. Das Ende der Laufzeit des Abos sollte der 19.04. sein. Dass bis dahin aber noch ein Betrag fällig wird, hat mir keiner gesagt. Es wurde auch nichts versucht abzubuchen und eine Rechnung habe ich auch nicht bekommen. Sehr dubios das alles.
      LG Moni

  3. Da sieht man wie schön sich unsere Wirtschaft entwickelt, dass Leute abnehmen steht im nur noch im Hintergrund, ist eher ein Werbegag geworden um Geld zu verdienen. Und dann die Leute immer gleich Abmahnen, Inkasso einschalten etc. Ich frage mich wo die Leute geblieben sind die erst mal höflich gefragt haben und darauf aufmerksam gemacht haben das da noch etwas zu zahlen ist, bevor gleich Anwälte eingeschaltet werden.

    1. Du sprichst mir aus der Seele. Ich weiss auch nicht, wo die Höflichkeit geblieben ist. Ich arbeite ja selber im Kundenservice und bei mir würds so eine Sauerei nie geben.

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