Dies & Das

Influencer und solche, die es gerne wären – Lass dich als Leser nicht verarschen!

Blogs gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Darunter sind viele sehr gute (zB. die, deren Beiträge ich dir auch in meiner Blogroll zeige), aber leider gibt es auch immer wieder ein paar schwarze Schafe. Und über diese schwarzen Schafe, möchte ich heute mal mit dir sprechen.

Blogbeitrag vs. Werbebeitrag

Vorweg sollte ich dir als Leser vielleicht kurz etwas erklären: Der größte Teil der Beiträge, die du hier auf Dila vs. Kitchen lesen kannst, sind ganz normale Blogpost. Zum Beispiel Rezepte, die ich mir für dich ausgedacht habe oder Berichte von Messen und Events auf denen ich war. Dazwischen gibt es aber immer wieder auch Beiträge, die im Zusammenarbeit mit Firmen entstanden sind. Dabei handelt es sich um Kooperationen.

Kooperationen sind Beiträge, bei denen ich das entsprechende Produkt entweder gratis zur Verfügung gestellt bekommen habe, oder bei denen ich  eine finanzielle Entschädigung für die Veröffentlichung bekomme. Und weil ich, in welcher Form auch immer, für den Beitrag vergütet werde, handelt es sich bei Kooperations-Beiträgen um Werbung.

Gesetzliche Richtlinien und die Auslegung von „Influencern“

Was du als Leser vermutlich nicht weißt, ist die Tatsache, dass Werbung, egal welcher Art, deutlich gekennzeichnet werden muss. Das schreibt der Gesetzgeber so vor. Du als Leser sollst nämlich auf den ersten Blick erkennen können, wenn es sich bei einem Beitrag um Werbung handelt.

Und hier kommen jetzt auch die schwarzen Schafe unter den Bloggern ins Spiel. Die pfeifen nämlich darauf, was das Gesetz vorschreibt und kennzeichnen ihre Werbebeiträge nicht. Oder nur unzureichend. Und traurigerweise sind das meist nicht mal die “kleinen und ahnungslosen” Blogger, sondern die Grossen. Die, die sich fett “Influencer” auf die Stirn schreiben und die sich als die Meinungsmacher schlechthin ansehen.

Bewusste Lesertäuschung

Wenn ein Blogger besonders ausführlich über ein bestimmtes Produkt schreibt und am Ende des Beitrags ganz klein der Zusatz beigefügt ist „Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Firma XY“, dann kannst du im Großteil der Fälle davon ausgehen, dass hier ganz bewusst nicht richtig gekennzeichnet wurde. Und das ist nichts anderes, als die bewusste Täuschung der Leser.

Lass dich nicht verarschen

Damit du künftig die schwarzen Schafe ganz leicht enttarnen kannst, hab ich dir hier mal die gesetzlichen Richtlinien in puncto Werbekennzeichnung zusammengefasst:

  • Werbung jeglicher Art muss deutlich von redaktionellen, also nicht werblichen, Artikeln getrennt sein
  • Die Kennzeichnung von Werbebeiträgen muss mit dem Zusatz „Werbung“ oder „Anzeige“ erfolgen
  • Die Angabe „Sponsored Post“ ist in Deutschland nicht erlaubt
  • Ein kleiner Hinweis auf die Kooperation am Ende eines Beitrags ist nicht ausreichend. Die Kennzeichnung muss in der Überschrift oder direkt zum Anfang des Beitrags erfolgen.

Die Transparenz-Garantie auf Dila vs. Kitchen

Auf meinem Blog kannst du dir sicher sein, dass mit jeglichen Kooperationen transparent umgegangen wird. Das bedeutet, dass grundsätzlich jeder Beitrag, der Werbung enthält, noch vor dem eigentlichen Text mit dem Zusatz „Dieser Beitrag enthält Werbung“ beginnt. So hast du von Beginn an die volle Kontrolle und kannst selbst entscheiden, ob du den Beitrag weiterlesen möchtest oder nicht.

Darüber hinaus werde ich dir niemals Produkte empfehlen, hinter denen ich nicht zu 100 % stehe. Will heißen, wenn ich für ein Rezept ein bestimmtes Produkt verwende (z.B. den Liqueur von Schladerer für meine Sauerkirsch-Zimt-Brownies) dann kannst du dir sicher sein, dass ich das Produkt ausführlich ausprobiert und für gut befunden habe.

Bei reinen Produkttests bewerte ich außerdem grundsätzlich objektiv und erzähle es dir selbstverständlich auch, wenn mir irgendetwas an dem Produkt nicht gefällt. Natürlich auch bei bezahlen Kooperationen.

Keine Angst vor Werbung

Ich weiß nicht, warum so viele „große“ Blogger mit dem Thema der Werbekennzeichnung so fahrlässig umgehen. Ich selbst habe keine Angst davor, meine Beiträge rechtskonform zu kennzeichnen und meine Beiträge transparent zu halten. Lass dich also als Leser nicht für dumm verkaufen.

Werbung bleibt Werbung. Und versteckte Werbung ist scheisse. Punkt!

9 thoughts on “Influencer und solche, die es gerne wären – Lass dich als Leser nicht verarschen!

  1. Sodale. Ich habe jetzt ganz oben auf meinem Blog den Hinweis „*enthält Werbung“ platziert. Das steht dann auf jeder Seite, da bei mir in nahezu jedem Post irgendein Produkt erwähnt, auf dem Fotos abgebildet oder per Link empfohlen wird. Ob bezahlt oder nicht spielt ja keine Rolle mehr, muss ich ja trotzdem erwähnen, hab ich jetzt gelernt.
    Im Sinne der Transprarenz für die Leser schreibe ich aber dann am Ende des Artikels, wenn der Post bezahlt war und wie genau die Kooperation gelaufen ist.
    Hoffentlich bin ich damit jetzt auf der sicheren Seite…

  2. sehe ich auch so. das ist der grund, warum ich viele blogs nicht mehr lese, weil mir das durcheinanderschwurbeln von privat und kommerziell derartig auf den keks geht. ich hasse es, wenn ich mitten in einem beitrag draufkomme, dass der offenbar gesponsert war, ohne, dass es für mich ersichtlich war.

  3. Hi,
    prinzipiell gebe ich Dir ja recht obwohl ich auch manchmal völlig verwirrt bin über diese ganzen Gesetzesänderungen.

    Ich habe noch nie Geld mit meinem Blog verdient und hatte auch noch keine Kooperation aber mittlerweile nutze ich solche Kennzeichnungen auch schon für Amazon Links usw. Obwohl ich es gesetzlich eigentlich nicht bräuchte.
    Weil ich versuche diesen ganzen Gesetzen gerecht zu werden.

    Was ich allerdings schwierig finde, ist der Umstand, dass das erste was mir in den Sinn kam, ein Dienstleistungsunternehmen ist, welches seine Mitarbeiter vor den Kunden anbrüllt oder bloß stellt.

    Ich mag es einfach nicht, wenn jemand Fehler anderer nutzt um dadurch besser da zu stehen. Nicht dass Du das direkt machst aber den Beigeschmack hat es irgendwie doch ein wenig.

    Es ist nicht böse gemeint aber es gefällt mir eben auch nicht so sehr. Wobei mir Dein Schreibstil aber wieder ganz gut gefällt.

    Ich hoffe es kommt jetzt nicht völlig falsch rüber.

    Liebe Grüße
    Sue

  4. Toll geschrieben. Ich glaube allerdings doch noch sehr viel mehr Sachen als Werbung gekennzeichnet werden müssen als du beschrieben hast. Zum Beispiel wenn du ein Produktlabel auf einem Bild hast, muss der Beitrag gekennzeichnet werden unabhängig dabon ob du was dafür gekriegt hast oder nicht. Da gibt es mMn noch andere Sachen, aber ich bin da auch weit weg vom Spezialisten. Aber gut, wenn sich da jemand Gedanken drüber macht 😀
    happy Grüße, Björn

    1. Björn, echt jetzt? Ist ja krass. Als was muss ich das dann kennzeichnen? Als Werbung? Auch wenn ich das Produkt einfach nur gut finde und nix dafür bekomme?
      Und was ist, wenn ich was im Hintergrund als Deko drauf habe? Zum Beispiel eine „historische“ Blechdose mit Zwieback?
      Oh mann, ich glaub ich brauch nen Berater für mein Blog.

      Grüße
      Julia

  5. Hey Moni.
    Wichtiges Thema, das zur Zeit ja besonders heftig diskutiert wird.
    Was mir jetzt aber selber unbekannt war, ist, dass die Beiträge im Titel oder Anfang gekennzeichnet werden müssen.
    Reicht es da, wenn ich in der Einleitung den Kooperationslink mit Sternchen versehe und am Ende erkläre? Ich bin sicher keine der Großen, aber nach 4 Jahren bin ich mir immer noch nicht sicher, was jetzt wirklich erlaubt ist und was nicht. Und was sich nur so eingeschlichen hat, weil es eben viele so machen.
    Es ist so, dass mir einige Leser zurückgespiegelt haben, dass sie, wenn im Titel „Werbung“ steht, direkt wegklicken, weil sie da keinen hochwertigen Content, sondern eben reine Werbung vermuten. Deshalb möchte ich das eher vermeiden und erst im Text darauf hinweisen.
    Hab eh irgendwie das Gefühl, dass man es bei Kooperationsbeiträgen keinem recht machen kann.
    Liebe Grüße
    Julia

    1. Liebe Julia, soweit ich informiert bin, muss für den Leser von vorne rein klar sein, dass der Beitrag Werbung enthält. Sprich, die Kennzeichnung muss tatsächlich entweder direkt in der Überschrift oder am Artikelanfang ersichtlich sein. Ist in den Printmedien ja auch so. Bei Advertorials muss z.B. auch „Anzeige“ drüber stehen. In meinen Posts steht die Werbekennzeichnung überall direkt am Anfang und ich habe damit bisher nie negative Erfahrungen gemacht. Ich schreibe allerdings nicht rein nur „Anzeige“ oder „Werbung“, denn das empfinde ich persönlich auch eher als abschreckend. Bei mir steht dann dran „Dieser Beitrag enthält Werbung“. So wissen meine Leser, dass Werbung mit dabei ist, gehen aber nicht pauschal davon aus, dass reine Werbung drin ist. Was ja auch nie der Fall ist. Vielleicht wäre das für dich ja auch eine Lösung.
      Viele Grüße
      Moni

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