Dies & Das

Sexy in 10 Wochen? – Meine 1. Woche mit Body Change

Vor einer Woche habe ich mich hoch motiviert beim 10 Weeks Body Change Programm von Detlef D! Soost angemeldet. Und mich damit gleichzeitig auch einverstanden erklärt, die nächsten zehn Wochen auf so ziemlich alles zu verzichten, was lecker ist.

Wie es mir in der ersten Woche ergangen ist, was meine Laune macht, ob und wenn ja wieviel ich abgenommen habe und wie sich das Programm auf mein Sozialleben ausgewirkt hat, erfährst du jetzt:

Tag 1: Sonntag – Zimt im Kaffee und Linsen ohne Spätzle

Eier sind gut sagt Detlef und so starte ich in meinen allerersten Body Change Tag mit Rührei. Dazu gibt es schwarzen Kaffee, den ich nach einer Body Change Empfehlung mit Zimt verfeinere. Leider merke ich schnell, dass ich Kaffee mit Zimt echt eklig finde und kippe das Gebräu in den Ausguss. Den nächsten Kaffee „gönne“ ich mir dann schwarz. Beim Mittagessen lasse ich schweren Herzens die Spätzle bei den Linsen weg. Eine Schande für jeden Schwaben, ich weiss. Aber wie sagt man so schön: Was muss, das muss.

Abends geht es spontan mit Freunden zum Griechen. Ich bestellte mir Souvlaki mit gegrillten Calamari, verweigere aber standhaft die üblichen Beilagen Pommes, Reis und Kartoffelscheiben. Leider weigert sich die Kellnerin ebenso standhaft, mir statt dessen einfach eine Portion weiße Bohnen zu servieren (die aber definitiv als Beilage auf der Karte stehen!). Ich muss mich daher mit einer größere Portion Salat zufrieden geben. Der hat zwar ein paar Streifen Feta mit drin, aber was solls. Wird schon nicht schaden.

Zum Essen gönne ich mir ein Glas Weißweinschorle, denn ich habe beschlossen, dass das im Restaurant einfach drin sein muss. Lustigerweise ist das scheinbar gar nicht so schlimm, denn später lese ich, dass ein Glas Rotwein oder ein Weißweinschorle zum Essen durchaus erlaubt ist. Juhuuuu. Der Ouzo hinterher wär zwar verboten gewesen, aber ja mei – hat keiner gesehen.

Tag 2: Montag – Höchste Motivation vs. Haribo-Versuchung

Mein erster Body Change Arbeitstag startet hochmotiviert. Ich habe mir am Abend zuvor noch Eier abgekocht und mampfe 2 Stück davon zu meinem schwarzen Kaffee. Zwar nicht ganz ein Gourmetfrühstück, aber das finde ich nicht so tragisch.

Mittags gibt es die restlichen Linsen mit dem letzten übrigen Würstchen und als Zwischensnack knabbere ich eine Hand voll Nüsse. Zwar reizt es mich im Büro enorm, in die große Haribo Phantasia-Box zu greifen, aber ich bleibe standhaft. Bin extrem stolz auf mich.

Für das Abendessen koche ich mir eine LowCarb Gemüsepfanne mit Blumenkohl, Karotten, Hähnchenbrust und einer leckeren Erdnußsauce. Hab ich schon öfter gemacht. Mag ich. Kann nicht meckern.

Tag 3: Dienstag – Der Geburtstags-Sekt-Ausrutscher

Heute ist mir nach Abwechslung und ich habe keine Lust auf Rührei am Morgen. Deshalb nehme ich mir ein paar Gurkensticks und eine halbe Avocado mit ins Büro. Mit Salz und etwas Pfeffer schmeckt das wirklich lecker und macht auch gut satt. Außerdem gibts ein echt schickes Bild für Instagram.

Mittags gibt es einen Eiersalat, den ich mir schon am Vorabend fertig gemacht und in einem stylischen Weckglas mit ins Büro genommen hab. Salat im Glas ist ja grad auch im Trend, gell? Lässt sich auf jeden Fall gut transportieren und auch super nebenbei am Schreibtisch essen (ich weiss, das sollte man nicht – tu ich aber trotzdem).

Abends esse ich einen einfachen Salat mit Hähnchenbrust und eigentlich hätte ich den Tag damit gut abschließen können. Spontan treffe ich mich aber noch mit Freunden, um auf den 4. Geburtstag meines Blogs anzustossen. Am Ende hab ich 3 Gläser Sekt intus und snacke hinterher zu Hause noch ein Osterei und ein Würtschen. Hätte nicht unbedingt sein müssen, aber war immerhin ein lustiger Abend. Wird mir schon nicht den Wochenerfolg kosten.


Tag 4: Mittwoch – Langsam komm ich rein

Nach dem spontanen Sekt-Ausrutscher am Dienstag will ich es heute wieder etwas ernsthafter angehen und brate mir  zum Frühstück wieder ein paar Eier. Mittags gibt es den restlichen Eiersalat mit dem restlichen Hähnchen und Abends einen aufgetauten Rest Chili con Carne. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mich die nächsten Wochen noch häufiger von Resten ernähren werde.

Ansonsten ein ziemlich unspektakulärer Tag. Auf das Hähnchen mit Pommes von meinem Mann war ich nur minimal neidisch und die Haribo-Box im Büro reizt mich auch schon weniger. Ich denke, ich komm so langsam rein.

Tag 5: Donnerstag – Die Häppchen-Versuchung und der Stuttgart-Gin

Der heutige Tag stellt mich auf eine harte Probe, denn ich esse zum ersten Mal unterwegs und habe mich ganz bewusst nicht darauf vorbereitet. Ich will herausfinden, wie sich das Body Change Programm durchführen lässt, wenn man auf Supermärkte und Imbissbuden angewiesen ist.

Zum Frühstück gibt es zu Hause noch ein paar gefüllte Eier mit Senf und Lauchzwiebeln. Soweit so normal. Für das Mittagessen verschlägt es mich zu Rewe und ich schleiche um die Salatbar. Nudelsalat, Kartoffelsalat, Couscoussalat, sahnige Dressings – irgendwie haut mich das nicht so wirklich vom Hocker. Ich kaufe mir statt dessen eine Tomate, eine Avocado und (entgegen meiner Abneigung zu Fertigprodukten) ausnahmsweise eine Packung Geflügelfrikadellen. Von den Frikadellen und der Avocado bleibt die Hälfte übrig und ich deponiere beides im Bürokühlschrank. Bin gespannt, ob morgen noch was davon da ist.

Der Abend ist dann der erste ultimative Härtetest, denn ich bin auf die Influencer ChannelNight in Stuttgart eingeladen. Vorträge anhören und Networking ist angesagt. Das Ganze natürlich obligatorisch mit Snacks und Getränken. Davor verschlägt es mich aber erst einmal noch zum AfterWork-Clubbing. Es gibt Buffet for free und ich sehe plötzlich nur noch verbotene Lebensmittel. Ich nehme mir ein bisschen Kichererbsensalat, Bauernsalat (ohne Feta!) und Gurkensalat mit Essig-Öl-Dressing. Dazu ein Hähnchenspiess und zwei klitzekleine Frühlingsrollen mit Süß-Sauer-Sauce. Vor lauter schlechtem Gewissen wegen den Frühlingsrollen ignoriere ich die Desserts komplett.

Bei der Channel Night selbst gibt es Schnittchen ohne Ende. Mit den tollsten Belägen. Käse, Wurst, vegane Aufstriche. Ich widerstehe jeder Versuchung und trinken statte dessen einen neuen Almkräutertee von Pfanner. Mit 0 % Zucker, 0 % Süßstoff und 0 % Zuckeraustauschstoffen. Schmeckt erstaunlich gut. Zum Schluss des Abends rutscht mir noch ein kleines Glas GinTonic rein. Aber hey, ich war heute so tapfer, da lass ich das durchgehen.

Tag 6: Freitag – Von Melonen, Joghurt-Dipps & Nudelsalat

Hoch die Hände – Wochenende. Noch ein Tag bis zum ersten Loadday und ich starte mit einer halben Avocado, den restlichen Geflügelfrikadellen von gestern und schwarzem Kaffee in den Tag. Kurz vor dem Mittag „feiern“ wir die Verabschiedung einer Kollegin und es gibt süße und salzige Snacks. Allerdings nur Plundenteilchen, Butterbrezeln, Schokolade und Schaumküsse. Nix für mich. Ich passe tapfer und trinke grünen Tee mit Orangengeschmack.

Das Mittagessen fällt wegen Zeitmangel leider komplett aus. Gegen den grummelnden Magen snacke ich eine etwas größere Hand voll Nüsse und komme damit erstaunlich gut klar. Noch zwei große Tassen grüner Tee hinterher und ich fühle mich fit für den Nachmittag.

Am Abend treffe ich mich mit Freundenzum Grillen und genehmige mir 2 Spieße mit Hähnchenbrust, Brokkoli und Paprika von unserem örtlichen Metzger. Den obligatorischen Nudelsalat lasse ich links liegen, bediene mich aber trotzdem ein ganz klein wenig am Tomate-Mozzarella Salat und am Joghurt-Kräuter-Dipp. Auch der Melone mit Parmaschinken kann ich nicht widerstehen. Aber ich nehme mir nur zwei klitzekleine Stücke und bin sehr zufrieden mit mir.

Tag 7: Samstag – Happy Loadday

Der erste Loadday startet mit einem leichten Kater vom gestrigen Grillen. Da ich heute bei einem Workshop zum Thema „Lamm“ eingeladen bin, frühstücke ich nicht sondern snacke während der Zugfahrt dorthin nur einen Schokoriegel. Auch das Mittagessen fällt mit einer Banane und einem Latte Macchiato wenig üppig aus.

Zum Abendessen gibt es dann die volle Dröhnung Lamm – allerdings mit viel Gemüse und Wilkräutersalat. Sehr viel weniger kohlenhydratlastig als angenommen. Vor dem Schlafen gehen gönne ich mir daher noch eine Schüssel Cornflakes mit Milch, zwei Scheiben Toast mit Honig, bzw. Wachholderschinken und als Betthupferl ein Knoppers.

Tja und das war dann auch schon mein erster Loadday. Sehr unspektakulär und weit entfernt von den Fressorgien, die ich mich vorgestellt hatte. Nicht einmal die Packung „Ben & Jerry“-Eis in meiner Gefriertruhe habe ich angerührt.

Mein Fazit zu Woche 1:

Die erste Woche Body Change ging erstaunlich schnell vorbei und ist mir wider erwarten ziemlich leicht gefallen. Schwierigkeiten hatte ich in der ersten Woche eigentlich nur bei „gesellschaftlichen Anlässe“, bei denen ich überhaupt keinen Einfluss auf die angebotenen Speisen und Getränke hatte.

Am meisten überrascht hat mich übrigens der erste Loadday. Als ich mich bei Body Change angemeldet hab, dachte ich noch „Geil – am Loadday darfst den ganzen Tag Eis und Gummibärchen und Schokolade und Chips in dich reinstopfen“. Und über was habe ich mich letztendlich am meisten gefreut? Über die Banane! Verrückte Welt.

Ansonsten bin ich durch und durch mit der Woche zufrieden. Die Waage zeigte erfreuliche – 1,1 kg und das Maßband bescheinigt mir jeweils 1 cm weniger an den Oberschenkel und sage und schreibe 4 cm weniger an der Taille. So kanns weiter gehen!

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5 thoughts on “Sexy in 10 Wochen? – Meine 1. Woche mit Body Change

    1. Hey meine Liebe – so im Nachhinein find ich es auch lustig. An dem Abend fand ich es aber gar nicht lustig. Wenn Bohnen schon als Beilage auf der Karte stehen, warum kann ich dann nicht Kartoffeln, Reis oder Pommes gegen Bohnen tauschen? Fand ich ein bisschen sehr unflexibel.

    2. Hey meine Liebe – so im Nachhinein find ich es auch lustig. An dem Abend fand ich es aber gar nicht lustig. Wenn Bohnen schon als Beilage auf der Karte stehen, warum kann ich dann nicht Kartoffeln, Reis oder Pommes gegen Bohnen tauschen? Fand ich ein bisschen sehr unflexibel.

  1. Ich ziehe das grad auch durch 🙂 super dass du drüber schreibst ! Finde auch wie du, dass es nicht immer 100% sein müßen (Sektle mal ab – undzu)
    Wohne auch bei Stuttgart und bin Schwabe 🙂 daher war ich gleich völlig bei dir gedanklich.
    Viele Grüße Anne

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