Dies & Das, Gastronomie

Das Pier 51 in Stuttgart – Hummer, Steaks und deutschlands einziger Fleisch-Sommelier

Dirk und ich sind seit Januar 2009 ein Paar. In all der Zeit haben wir es nicht ein einziges Mal geschafft, Silvester ganz alleine zu feiern. Raclette bei meinen Eltern, Raclette bei Dirks Eltern, grillen bei Freunden – irgendwo war immer Party und wir waren dazu eingeladen.

So schön all diese Silvester-Parties auch immer waren, hatten wir trotzdem schon länger die Idee, Silvester einfach mal ganz anders zu verbringen. Ohne Familie, ohne Freunde… ganz egoistisch nur wir beide als Paar.

2014 haben wir diese Idee endlich in die Tat umgesetzt und uns einen richtig schönen Pärchenabend gegönnt. Nur wir beide und ein kleines bisschen Prunk und Protz (schick Essen gehen, zocken im Casino, Übernachtung in einer Hotel-Suite – man gönnt sich ja sonst nix^^)

Für das Abendessen haben wir uns ein ganz tolles Restaurant ausgesucht:

Das Pier 51 in Stuttgart

Normalerweise ist das Pier 51 zwar nicht ganz unsere Preisklasse, aber es ist auch nicht sooo teuer, dass einem das Herz beim bezahlen blutet. Am Ende waren wir restlos begeistert und werden ganz sicher wieder kommen! Aber lest einfach selbst:

Was ist das Pier 51?

Das Pier 51 ist ein Restaurant mit Cocktailbar in Stuttgart-Degerloch, welches eine moderne Cross-Over-Küche anbietet. Der Schwerpunkt der Speisekarte liegt auf Seafood – ganz besonders auf Hummer. Es gibt aber auch ausgezeichnetet Fleischgerichte und natürlich auch Vegetarisches.

Was macht das Pier 51 so besonders?

Wie schon erwähnt, liegt der Schwerpunkt der Speisekarte auf Seafood. Ganz besonders bekannt ist das Pier 51 für seine Hummer. Die kommen nämlich absolut frisch aus dem eigenen Hummerbecken.

Wer statt Seafood lieber Fleisch mag, ist im Pier 51 aber auch goldrichtig. Seit Anfang 2014 sorgt der einzige Fleisch-Sommelier Deutschlands dafür, dass hochwertiges Rindfleisch aus Argentinien, Australien und den USA genauso auf der Karte zu finden ist wie das regionale Stauferland Dry Aged Beef, welches für das PIER 51 einen speziellen Reifeprozess durchläuft.

Die Karte des Pier 51 wird durch eine Auswahl fantastischer Vorspeisen und Desserts, sowie einer extrem großen Auswahl exzellenter Weine perfekt ergänzt.

Wie siehts mit dem Ambiente aus?

Im Pier 51 fühlt man sich wie in einer alten Fischerei-Halle. Stahlträger und Backsteinwände so weit das Auge reicht – leicht gedimmtes Licht, leise Musik – Ja doch, hier fühlt man sich wohl.

Wie ist das Personal so?

Von der Reservierung über die Ankunft bis hin zur Bedienung war im Pier 51 alles perfekt. Die Reservierung war ohne Probleme online möglich und wir erhielten sogar noch einmal einen Bestätigungsanruf am Tag unserer Reservierung. Bei der Ankunft wurden wir freundlich an unseren Tisch gebracht und man erinnerte sich sogar noch an das Telefonat mit mir. Die Kellner waren allesamt sehr freundlich, zuvorkommend und hielten sich angenehm im Hintergrund. Trotzdem waren sie sofort zur Stelle, wenn man sie benötigte. Auch das Timing beim Servieren des Aperitivs, bzw. des Weins zum Essen war perfekt.

Was haben wir uns denn Gutes gegönnt?

Als Einstieg in den Silvester-Abend gönnten wir uns erst einmal jeder ein Glässchen Prosecco. Dazu bekamen wir schon einmal vorab etwas Brot serviert. Es gab leichtes Baguette und würziges Vollkornbrot – dazu gesalzene Butter, 2 verschiedene Dipps (auf Gurkenbasis und mit Tomaten), sowie ein paar Gemüsesticks. Beide Brote, sowie die Dipps waren ausgezeichnet und hätten wir gewollt, hätten wir hiervon sogar Nachschlag bekommen.

Zur Hauptspeise wählte Dirk ein 350 g Rib Eye Steak mit Kräuterbutter und Kartoffelgratin und ich einen Yellow Fin Thunfisch mit einer Kruste von geschroteten Pfefferkörnern auf Zitronengrasrisotto mit roten Paprikawürfeln und Balsamico-Jus. Als Getränk gab es ein Bier für Dirk und einen kalifornischen Chardonnay für mich.

Nachdem wir die Hauptspeisen verdrückt hatten, war an ein Dessert schon gar nicht mehr zu denken, denn die Portionen waren wirklich reichlich. So gönnte ich mir nur noch eine Espresso zum Abschluss.

Butter bei die Fische – was hats gekostet?

Der Prosecco zu Anfang lag bei ca. 5.- Euro das Glas und auch mein Chardonnay schlug mit knapp 6.- Euro zu Buche. Mein Hauptgericht lag bei 28,90 Euro und Dirk verfutterte inklusive Beilagen ca. 40.- Euro. Am Ende des Abends bezahlten wir inkl. Trinkgeld knapp 95.- Euro.

Mein Fazit:

Natürlich ist das Pier 51 jetzt kein Restaurant, das man sich einfach so mal zwischendurch leistet. Die Preise sind, im Gegensatz zu unseren gewohnten 9.- Euro-Schnitzel-Restaurants, schon ordentlich, aber ich muss durchaus anerkennen, dass die Preise hier wirklich angemessen sind. Die Qualität des Essens ist einfach überragend.

Sowohl mein Thunfisch, als auch Dirks Steak, beides medium bestellt, haben wir ganz genauso erhalten, wie wir es wollten. Das Steak war außerdem butterzart und mein Fisch fest und saftig. Ganz besonders umgehauen hat mich das Zitronengrasrisotto. Es war schön schlotzig, so wie Risotto sein muss – dazu ein ganz feiner Geschmack nach Zitronengras. Einfach himmlisch!!!

Alles in allem ist das Pier 51 ein ganz wundervolles Restaurant der gehobeneren Klasse, in das ich ganz sicher gerne mal wieder gehen werde. Wenn man ein bisschen mehr Geld als üblich ausgeben will, dann kann man das im Pier 51 guten Gewisssens tun.


Die gesamte Karte, weitere Informationen und auch die Möglichkeit zur Online-Reservierung findet ihr auf der Homepage unter: http://pier51-stuttgart.de/. Hier gibt es auch mehr Bilder, denn bei all dem Genießen haben wir es komplett verpennt, mehr Fotos zu schiessen!

 

 

P.S. Dirks Fazit darf ich natürlich auch nicht vergessen. Für die Männerwelt gibt es nämlich noch ein ganz besonderes Schmankerl: Auf der Toilette findet der Mann von Welt eine recht ansehnliche Auswahl an *flüster* Erotikmagazinen *hüstel*

 

,

Tagged ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.