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Selbst gemachtes Sauerteig-Brot mit Bärlauch

Sauerteig-Brot stand lange Zeit ganz oben auf meiner „To-bake-before-die-Liste“. Vor dem Backen mit Sauerteig hatte ich mich jedoch Ewigkeiten gedrückt. Dies lag zum einen daran, dass ich vor Sauerteig einen heiden Respekt hatte, zum anderen aber auch daran, dass ich schlichtweg keinen Sauerteig hatte (und es mir auch nicht zugetraut hab, selbst einen zu machen).

Auf dem Foodbloggercamp in Reutlingen hat mir die liebe Mareike von Zuckerschnee.de dann aber ein kleines Glas Sauerteig vermacht und da hatte ich dann den Salat Teig. Ein ganzes Glas voll. Fröhlich vor sich hin blubbernd. Und somit war meine Ausrede „Ich hab ja gar keinen Sauerteig“ auch dahin.

Nachdem ich den Sauerteig in den Kühlschrank verfrachtet hatte und mich mehrere Wochen lang an nichts anderes getraut hatte, als ihn ab und an mal zu füttern, kam mir schließlich auf Pinterest ein Rezept von Pastasciutta in die Quere. Das klang ziemlich easy und so, als würd auch ich das irgendwie hinbekommen. 

Leicht abgewandelt war dieses Rezept schließlich der Anfang einer ganz großen Sauerteigliebe! Aber seht doch einfach selbst:

 

Hausgemachtes Bärlauch-Brot
 
Author:
Recipe type: Brot
Portionen: 1 Brot
Zutaten
  • 2 EL Weizen-Mehl
  • 2 EL Sauerteig
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 500 g Weizenmehl
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 1TL Zucker
  • 5 g Hefe
  • 10 g Salz
  • 50 g Bärlauch
Anleitung
  1. Für den Vorteig 2 EL Weizen-Mehl mit 2 EL Sauerteig und 150 ml lauwarmem Wasser verrühren. Den Vorteig für ca. 14-16 Stunden (idealerweise über Nacht) bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis er schön zu blubbern anfängt.
  2. An nächsten Tag aus 250 g Mehl, dem Zucker, der Hefe, dem Wasser, sowie dem über Nacht stehen gelassenen Vorteig eine weitere Teigvorstufe anmischen. Diese wieder bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis auch diese mit blubbern beginnt (das sollte nicht allzu lange dauern - ca. 1 Stunde müsste reichen).
  3. Sobald die neue Teigvorstufe ebenfalls blubbert, das restliche Mehl und das Salz zugeben. Den Teig in der Küchenmaschine für mindestens 10 Minuten durchkneten lassen und dann bei Zimmertemperatur für ca. 1 Stunde gehen lassen.
  4. Nach einer Stunde den Teig auseinanderziehen, zusammenfalten und erneut eine weitere Stunde gehen lassen.
  5. In der Zwischenzeit den Bärlauch waschen, trocknen und mit einem scharfen Messer fein hacken.
  6. Sobald wieder eine Stunde vorbei ist, den Bärlauch unter den Teig kneten und den Teig anschließend zum finalen Gehen in einen Gärkorb packen (notfalls geht aber auch die Schüssel, in der der Teig sowieso schon drin ist). Den Teig noch ein letztes mal für ca. 1 Stunde gehen lassen
  7. Backofen in der Zwischenzeit auf 240°C Umfluf vorheizen.
  8. Den fertigen Teig aus dem Gärkörbchen (oder der Schüssel) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen und mit etwas Wasser bepinseln. Evtl. mit den Händen noch etwas in Form bringen.
  9. Das Brot für ca. 40 Minuten im Backofen backen. Dabei die ersten 20 Minuten eine Schale mit heißem Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Diese nach 20 Minuten herausholen.
  10. Nach dem Backen das fertige Brot nur noch auskühlen lassen.

Bärlauch-Brot-Gärkorb


Das Gehen lassen im Gärkörbchen dient übrigens dazu, dem Brot die typische Struktur zu geben. Es bekommt dann dieses wunderschöne Rillenmuster auf der Oberfläche und wird auch schön rund. Mein Gärkörbchen ist von Birkmann* und besteht aus natürlichem Peddigrohr. Wenn man grad nicht backt, kann man es auch ganz wunderbar als Brotkorb am Frühstückstisch verwenden.

Wenn ihr das Sauerteigbrot jetzt auch mal ausprobieren möchtet, euch das Ganze aber etwas zu lang und zu aufwändig vorkommt, dann gebe ich euch einen guten Rat: Probiert es trotzdem. Das Brot macht nämlich gar nicht so viel Arbeit, wie es auf den ersten Blick scheint. Der Teig steht im Grunde die meiste Zeit nur in der Gegend rum und geht vor sich hin. Da kann man eigentlich gar nichts falsch machen.

Das Brot selber ist auf jeden Fall eine absolute Wucht. Außen knusprig, innen weich und fluffig und mit einem ganz dezenten Bärlauchgeschmack. Es passt ganz wunderbar zu gegrilltem aller Art und mit frischer, selbst gemachter Bärlauchbutter oder einfach nur mit Frischkäse braucht es eigentlich überhaupt nichts anderes mehr dazu!

Bärlauch-Brot-Sauerteig


Meine „Angst“ vor Sauerteig hab ich durch das Bärlauch-Brot auf jeden Fall verloren. Es schmeckt einfach so viel besser, als die Brote, die man im Supermarkt bekommt und die Herstellung ist eigentlich total easy. Und das Wichtigste: Man weiß zu 100 % ganz genau, was drin ist (bzw. vor allem, was nicht drin ist!)

Den Sauerteig von Mareike füttere ich übrigens seither regelmäßig und ich freu mich schon sehr auf meine nächstes Sauerteig-Brot. Mal schauen, was es wird.

Wie siehts denn bei euch aus? Habt ihr schonmal mit Sauerteig gebacken? 

 

 

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8 thoughts on “Selbst gemachtes Sauerteig-Brot mit Bärlauch

  1. Das Problem kenne ich nur zu Gut. Auf meiner Liste steht auch so viel, aber irgendwas fehlt immer. Entweder die Zeit oder die Zutat.
    Dieses Brot würde ich liebend gerne nachbacken, aber mir fehlt der Sauerteig. Ich meine aber, man kann den selber ansetzen. Irgendwo muss er ja herkommen 😉
    Ich werde mich mal schlau machen und dann dein Rezept probieren.

    Liebe Grüße
    Susanne

  2. Ich möchte auch gern Sauerteigbrot backen. ;O; Aber – ich traue mir nicht zu, selbst Sauerteig zu machen. Ob’s den bei uns im Bioladen wohl gibt? Muss ich mal schauen. Oder doch mal selbst probieren, mehr als schiefgehen kann es ja nicht.
    Dein Brot sieht total lecker aus. <3

    1. Phu gute Frage – ich hab meinen Sauerteig geschenkt bekommen und nicht selbst gemacht. Aber so schwer soll das angeblich gar nicht sein. Im Bioladen könntest schon mal fragen.

  3. Eigentlich bin ich überhaupt kein Bärlauch fan aber ich hab auch schon mal Bärlauchbutter probiert und war positiv überrascht. Vielleicht komm ich auch irgendwann nochmal ins Vergnügen Bärlauchbrot zu probieren. 😉

    Liebste Grüße,
    Hannah. 🙂

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